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Weniger Bahncard-Neukunden Deutsche Bahn für Studenten zunehmend unattraktiv

Exklusiv

Deutsche Bahn verliert Marktanteile unter Studenten: Seit 2011 sank die Zahl der Bahncard-Neukunden unter den Studenten um 30 Prozent.

Wo öffentlicher Nahverkehr am teuersten ist
Platz 10: San Francisco und Chicago Wer in der berühmten Cable Car von San Francisco (Foto) oder in der Hochbahn von Chicago unterwegs ist, muss zwei US-Dollar für das günstigste Ticket bezahlen. Das macht den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) dieser beiden Städte zum zehntteuersten der Welt, hat die Deutsche Bank ausgerechnet. Dafür hat sie die Preise des jeweils günstigsten Nahverkehr-Tarifs in Städten weltweit in US-Dollar umgerechnet und verglichen. Um einzuordnen, wie teuer oder günstig die Preise sind, hat die Deutsche Bank New York als Bezugspunkt gewählt: Die Preise in Chicago und San Francisco sind beispielsweise 20 Prozent günstiger als im Big Apple. Quelle: dpa
Platz 9: Berlin und ParisBerlin teilt sich den neunten Platz mit Paris. In beiden Städten kostet der günstigste ÖPNV-Tarif umgerechnet 2,06 US-Dollar. Das sind gerade mal 82 Prozent des New Yorker Preises. Quelle: dpa
Platz 8: SydneyWer im australischen Sydney im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, zahlt 2,14 US-Dollar für das günstigste Ticket – und damit 15 Prozent weniger als in New York. Quelle: AP
Platz 7: Edinburgh und OttawaDen siebten Platz teilen sich wieder zwei Städte: Im schottischen Edinburgh und im kanadischen Ottawa (Foto) kosten die günstigsten ÖPNV-Tickets jeweils umgerechnet 2,48 US-Dollar. Das ist ein Prozent weniger als in New York. Quelle: AP
Platz 6: New YorkWer einmal in New York ist, muss in den Central Park, ins Empire State Buildung – und eine U-Bahn-Fahrt mitmachen. Ein Ticket des günstigsten Tarifs kostet 2,50 US-Dollar, was die Deutsche Bank als Bezugspunkt für alle anderen weltweiten Preise genommen hat. Quelle: REUTERS
Platz 5: TorontoIn der größten Stadt Kanadas kostet ein ÖPNV-Ticket des kleinsten Tarifs umgerechnet 2,73 US-Dollar. Damit zahlen Menschen in Toronto neun Prozent mehr als in New York. Quelle: dpa
Platz 4: FrankfurtAuch Deutschlands Bankenmetropole hat es ins Ranking geschafft: Wer mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Hauptsitz der Deutschen Bank fahren möchte, muss umgerechnet 2,88 US-Dollar zahlen. Das sind 15 Prozent mehr als der niedrigste Tarif in New York und platziert Frankfurt im weltweiten Vergleich auf Platz 4. Quelle: dpa

Seit 2011 sank die Zahl der Bahncard-Neukunden unter den Studenten um 30 Prozent, teilte Bahn-Vorstand Ulrich Homburg vergangene Woche dem Bahn-Aufsichtsrat mit. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Aufsichtsratskreisen. Grund dafür seien die neuen Angebote der Fernbusse, aber auch Mitfahrzentralen wie BlablaCar. Homburg stellte die Zahlen unter dem Kapitel "Abnehmende Loyalität bei der Bahncard" vor. Die Angebote der Wettbewerber könnten die Bahn in diesem Jahr bis zu 120 Millionen Euro Umsatz kosten.

Für die Sitzung des Aufsichtsrates im März kündigte Homburg eine neue Strategie für den Fernverkehr an. Im Fokus stehe eine flexiblere Preisstruktur. Gleichzeitig arbeite die Bahn auf Hauptachsen an schnelleren Verbindungen. So soll sich die Fahrzeit etwa auf der Strecke Köln–Hamburg um 30 Minuten verkürzen. Auch zwischen Frankfurt und Berlin sollen mehr Sprinter fahren.

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