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Weniger Katastrophenschäden Allianz legt sich für 2019 nicht auf mehr Gewinn fest

Allianz Logo Quelle: REUTERS

Der Versicherer Allianz profitiert 2018 davon, dass er seltener bei Katastrophenschäden ausgleichen muss. Der höhere Gewinn kommt auch den Aktionären zugute.

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Europas größter Versicherer Allianz strebt nach einer kräftigen Gewinnsteigerung 2018 keinen nennenswerten Zuwachs in diesem Jahr an. Der operative Gewinn dürfte wie im vergangenen Jahr etwa 11,5 Milliarden Euro erreichen, kündigte Finanzvorstand Giulio Terzariol am Freitag bei der Bilanzvorlage in München an. Bei ihrer Prognose lässt die Geschäftsführung allerdings eine halbe Milliarde Spielraum nach oben und unten. Im vergangenen Jahr erreichte der Dax-Konzern fast das obere Ende der Zielspanne.

Unter dem Strich verdiente die Allianz 2018 knapp 7,5 Milliarden Euro und damit fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Neben dem operativen Gewinn, der um knapp vier Prozent zulegte, trug dazu eine geringere Steuerlast bei. Die Anteilseigner sollen eine um 12,5 Prozent auf 9 Euro erhöhte Dividende erhalten. Am Finanzmarkt sorgten die Nachrichten zunächst kaum für Bewegung.

Der Konzern kauft erneut eigene Aktien vom Markt zurück. Bis Ende 2019 sollen auf diese Weise weitere 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen, was in der Regel dem Aktienkurs zugutekommt. Der Vorstand um Allianz-Chef Oliver Bäte hatte sich zu dieser Strategie bekannt für den Fall, dass der Konzern überschüssiges Kapital nicht für den Geschäftsausbau oder den Kauf anderer Unternehmen benötigt. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte der Konzern auf diese Weise Milliardensummen an seine Aktionäre zurückgegeben.

2018 profitierte die Allianz vor allem von geringeren Katastrophenschäden. Die größte Sparte, die Schaden- und Unfallversicherung, steigerte ihren operativen Gewinn um 13 Prozent und trug damit rund die Hälfte zum Ergebnis des Konzerns bei. Ein Jahr zuvor war die Allianz von der verheerenden Hurrikan-Serie in den USA getroffen worden, aber im Vergleich zu anderen Versicherern glimpflich davongekommen.
In der Lebens- und Krankenversicherung bekam die Allianz die Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu spüren. Der operative Gewinn ging wegen höherer Abschreibungen und weniger Profit aus Wertpapier-Verkäufen um sechs Prozent zurück. Allerdings legte das Neugeschäft mit Lebensversicherungen zu, angetrieben auch von den Lebensversicherungsverträgen ohne Garantiezins, die die Allianz in Deutschland vertreibt.

Große Folgen hatten die Finanzmarkt-Turbulenzen Ende 2018 für das Fondsgeschäft des Konzerns. Bei den Allianz-Töchtern Pimco und Allianz Global Investors zogen Anleger im vierten Quartal netto 31 Milliarden Euro ab. Weil zudem die Kurse sanken, schrumpfte das für Dritte verwaltete Vermögen insgesamt um 51 Milliarden Euro.

Allerdings gingen den Fonds dabei vor allem die Zuwächse aus den ersten drei Quartalen verloren. Für das Gesamtjahr 2018 summierten sich die Nettoabflüsse nur auf 3 Milliarden Euro. Das gesamte verwaltete Vermögen blieb auf Jahressicht mit 1,96 Billionen Euro praktisch stabil. Das operative Ergebnis der Sparte wuchs im Gesamtjahr um fast vier Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Die Allianz-Vermögensverwaltung habe ihre Margen ausgeweitet, sagte Finanzchef Terzariol. Dies spreche für die nachhaltige Ertragskraft in dem Geschäft. Die Allianz hatte ihre US-Tochter Pimco nach mehreren Jahren mit hohen Mittelabflüssen zuvor wieder auf Wachstumskurs gebracht. Diese Entwicklung ist nun erst einmal gestoppt.

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