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Der Bäckermeister macht's besser

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Einfach drauflos fragen

Steve Jobs war ein Parade-Beispiel des unbewussten Marketing Quelle: dapd

Koch: Spannend, dass er dann meist noch in Schutz genommen wird, er hätte doch andere Aufgaben. - Andere Aufgaben als Markenführung!? Andere Aufgaben als die Probleme des Kunden - idealerweise in weiser Vorausschau - zu lösen?

Schwartz: Auch Konzern-CEOs und -Marketer gehören in die erste Reihe, gehören mit der Nase in die Belange des Kunden gedrückt, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens zu treffen.

Koch: Stell Dir mal unseren ideal-typischen Unternehmer als Marketer im Konzern vor. Dort würden sich vollkommen neue Welten auftun.

Schwartz: Nicht Effizienz wäre plötzlich das Maß aller Dinge, sondern Effektivität - Wirkung! In der Zielgruppe, bei jeder einzelnen erreichten Zielperson im Markt.

Koch: Nicht Monologe, die allein dem Kreativen-Ego dienen, wären plötzlich Maß aller Dinge, sondern Dialoge mit (Stamm-)Kunden, mit den Begeisterten und den weniger Begeisterten. Gespräche. Respekt. Empathie.

Schwartz: An der Bushaltestelle gar, in der Bahn. Beim Bäcker. Einfach drauflosreden, drauflosfragen. Kennen Sie das Produkt, die Marke? Wie finden Sie es? Was würden Sie ändern, wären Sie ich?

Koch: Sich am Fließband, der Werkstatt, dem Service selbst noch mal die Finger schmutzig machen, die Ohren heiß reden lassen von Kunden, zufrieden nach Hause gehen, weil man zum ersten Male wieder wirklich helfen konnte.

Schwartz: Der Marke wieder Persönlichkeit geben. Von der Persönlichkeit der Marke profitieren. Die Marke von der eigenen Persönlichkeit profitieren lassen. Die großen Marken sind lebendig, nicht am Reißbrett entwickelt.

Koch: Wie der Bäcker an der Ecke, der Kneipier, die Friseurin. Oder einst die Tante Emma Läden, die wir immer noch schmerzlich vermissen. Die etablierten, traditionellen Buchhandlungen. Apple, Amazon. Fernsehfachgeschäfte.

Schwartz: Aber eben nicht diese unsäglichen Outlets von Telekom, Vodafone und Kollegen, die einem Nähe nur vorgaukeln, gleichgültiger aber nicht sein könnten. Nicht die großen Ketten. Nur die Unternehmen, deren wahre Größe man überhaupt nicht spürt.

Koch: Die aber Konsumentenwünsche inhalieren, reflektieren, und mit dem Ausatmen die Lösung bereits parat haben. Ein Traum. Dem Konsumenten nahe sein, aber auf die eigene, innere Stimme hören!

Schwartz: Nähe potenziert die Fähigkeit zur Innovation. Nur innovativ sein, das muß man noch selbst. Wenn man seine Marke lebt, eigentlich kein Problem.

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