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Meister Proper auf dem Irrweg?

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble will beim Marketing massiv sparen. Warum sich das als Irrweg herausstellen könnte.

Die Procter & Gamble-Zentrale Quelle: AP

Es erweist sich für jedes Unternehmen als richtig, regelmäßig Sparprogramme aufzusetzen. Weil in jedem Unternehmen alljährlich Unsummen zum Fenster hinausfliegen. Und weil stets alle Mitarbeiter ein Bewusstsein dafür entwickeln müssen, mit dem Geld des Unternehmens sparsam umzugehen.

Nun setzt auch der weltgrößte Konsumgüterriese Procter & Gamble (Ariel, Lenor, Pampers, Wick, Meister Proper) ein Sparprogramm auf. Dass es ausgerechnet das Marketing trifft, macht Schlagzeilen. Denn Procter & Gamble (P&G) gilt seit jeher als Vorbild für effizientes Marketing.

Eine Milliarde Dollar will man mindestens einsparen können. Das wird in Verwaltung und Marketing weltweit 5.700 Jobs kosten. Was letztlich so viel heißt, dass man dieses Geld jahrelang offenbar falsch investiert hat. Außerdem will man „Geld in weniger teure digitale Marketingkanäle umschichten“.

Trugschluss der billigen Internetwerbung

Das lässt aufhorchen. Wenn ein Unternehmen auf dieser Welt weiß, wie Marketing und Werbung funktionieren, dann P&G. Wenn ein Unternehmen auf dieser Welt das Marketing immer wieder neu erfindet („Der Konsument ist der Boss“), dann die Profis aus Cincinnati und Schwalbach.

Die plötzliche Erkenntnis, man könne im Internet billiger werben als im Fernsehen - und dabei gleichzeitig tausende Marketing-Jobs einsparen, überrascht. Und könnte sich als Trugschluss erweisen.

Die Marketing-Welt hat P&G viel zu verdanken. Sie waren die Ersten, die TV-Produktionen („Soaps“) finanzierten, um ihre Marken darin ins rechte Licht zu rücken. Die Erfolgsstorys der P&G-Marken füllen ganze Bücher.

Zuletzt machten sie jedoch Schlagzeilen, weil sich ihre teuren Premium-Marken gegen die Eigenmarken von Aldi, Lidl, Edeka und Co. immer schwerer taten. Und die Antwort darauf heißt sparen? Diesmal könnten die P&G-Profis falsch liegen.

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