Werkstattkette A.T.U. Neuer Chef will Geschäftsmodell ausweiten

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Für die angeschlagene Autowerkstattkette A.T.U ist die anvisierte Lösung ihres Schuldenproblems nur der erste Schritt bei der Sanierung des Unternehmens.

Unnützes Wissen für Autoliebhaber
Dass Autofahrer zwei Wochen ihres gesamten Lebens an roten Ampeln warten, haben wir Ihnen ja letzten Monat schon verraten. Aber wussten Sie auch, dass Autofahrer im Durchschnitt zwei Jahre und sechs Monate hinter dem Steuer sitzen? Quelle: dpa
Die Zeit kann einem besonders lang werden, wenn in dem Auto nicht viel Platz ist. So quetschten sich 2010 für einen Weltrekord 16 Frauen in einen 2,70 Meter langen Smart Fortwo. Quelle: AP
Ebenfalls einen Rekord, wenn auch einen unerfreulichen, erreichten Autofahrer in Frankreich im Jahr 1980. Damals kam auf der Strecke zwischen Paris und Lyon der Verkehr zum Erliegen. Mit 176 Kilometern Länge war das der längste Stau der Geschichte. Quelle: dpa
Einen deutlich längeren Stau gäbe es, würde man all die Fahrzeuge, die pro Jahr recycelt werden, aneinander reihen. Bei rund 13 Millionen Autos reichte der Recycling-Stau einmal rund um die Welt. Quelle: dpa/dpaweb
Die ersten Elektroautos gibt es seit den 1970er Jahren. Die Lunar Roving Vehicle (LVR) waren während der Apollo-Missionen 15, 16 und 17 auf dem Mond unterwegs. Die kleinen Elektroautos sollten den Astronauten helfen, technisches Gerät zu transportieren. Drei der LVR wurden auf dem Mond zurückgelassen. Quelle: REUTERS
Und hätten Sie gewusst, dass es in Los Angeles mehr Autos gibt als Menschen? Auf jeden der 3,8 Millionen Einwohner kommen laut Statistik 1,8 Autos. Quelle: dapd
1929 wurde das Autoradio erfunden - und zwar vom Handyhersteller Motorola. Das Unternehmen hieß damals allerdings noch "Galvin Manufacturing Corporation". Quelle: Fotolia

A.T.U-Chef Hans-Norbert Topp will zudem die Saisonabhängigkeit des Werkstattgeschäfts reduzieren und für gleichmäßigere Umsätze über das Jahr sorgen. „Mit neuen Firmenkunden oder Carsharing-Betreibern, die Ihre Fahrzeugflotten bei uns warten lassen, können wir die Werkstätten konstanter auslasten“, sagte Topp. Zudem solle der Onlineshop für Zubehör und Ersatzteile das Vor-Ort-Geschäft in den mehr als 600 Filialen stärker ergänzen.

2014 muss das oberpfälzische Unternehmen im Eigentum des US-Finanzinvestors KKR Anleihen im Volumen von fast 600 Millionen Euro zurückzahlen. Eigentlich sollte Ende Oktober ein Refinanzierungsplan vorliegen, doch dieser wird nun wohl erst im November oder Dezember stehen, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Frankfurter Finanzkreisen.

Die mehr als 12000 A.T.U-Mitarbeiter sollen ihre Arbeitsplätze trotz der akuten Finanznot behalten. Ihnen hatte die alte Geschäftsführung den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2018 zugesagt. „Ich stehe zur Jobgarantie meines Vorgängers“, sagt der ehemalige Sixt-Manager Topp, der A.T.U seit Juni führt.

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