WiWo-Club Auf Tuchfühlung mit den WiWo-Korrespondenten

Sie arbeiten in Shanghai, Istanbul, New York und im Silicon Valley: Die Auslandskorrespondenten trafen in Düsseldorf WirtschaftsWoche-Leser und gewährten exklusiven Einblick in Land, Wirtschaft und Arbeitsalltag.

Lea Deuber, China-Korrespondentin der WirtschaftsWoche, arbeitet seit zwei Jahren für die WirtschaftsWoche in Shanghai. Für unsere WiWo-Clubmitglieder berichtete sie von ihrem Berufsalltag und den politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen China steht. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Als sie 2007 das erste Mal nach China reiste, erlebte sie ein Land im Aufbruch. Zehn Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig. Chinas Präsident Xi Jinping regiert das Land so autokratisch wie nie. (Im Bild: Lea Deuber mit Blickpunkte-Ressortleiter Sven Prange) Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Die Partei schraubt am digitalen Überwachungsstaat und um China bis 2049 zur globalen Supermacht ausbauen, fördert Xi die heimische Industrie, gängelt ausländische Unternehmen und investiert Milliarden in Rohstoffe und Infrastruktur im Ausland. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Deuber sprach aber gleichzeitig auch über die großen Herausforderungen, vor denen das Land steht. Die schnell wachsenden Schulden und die Schwierigkeiten, die Ungleichheit zwischen Stadt- und Landbevölkerung einzudämmen, und Wachstum zu fördern, um das Versprechen von Wohlstand für einen breiten Teil der Bevölkerung zu ermöglichen. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Auch Tim Rahmann, USA-Korrespondent für die WirtschaftsWoche in New York, gab den Clubmitgliedern einen exklusiven Einblick in seinen Arbeitsalltag. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Sein Eindruck: Die USA sind gespalten wie nie. Während in einigen Regionen der USA Präsident Donald Trump eine gewaltige Fanbasis hat, die trotz wirrer Tweets und fragwürdiger Gesetzesvorhaben ihren Präsidenten unterstützen, gibt es gleichzeitig Städte, in denen kaum jemand Trump gewählt hat. Für die WiWo hat er sich in der Vergangenheit zwar aufgemacht, solche zu suchen. „Aber persönlich kenne ich in New York niemanden, der Trump gewählt hat“, so Rahmann. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Dort berichtet er hingegen von täglichen Protesten vorm Trump-Tower, dem Wolkenkratzer des Präsidenten, und eigenen Initiativen der Städte und Bundesstaaten wie Kalifornien, um Einwanderer zu schützen und beispielsweise die Klimaziele zu erreichen. Seine Einschätzung trotz dieser massiven Spaltung: „Trump wird seine vier Jahre zu Ende machen“, so seine Prognose. Auch weil es mit Trump - oder trotz Trump - wirtschaftlich momentan wieder gut laufe in den USA. Das stimmt die Börse zuversichtlich und sorgt zumindest noch aktuell auch in der Wirtschaft für teilweise große Unterstützung für den Präsidenten. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Ist ein Ende des Tech-Booms im Silicon Valley in Sicht, setzt bald wieder der Katzenjammer über verfehlte Investitionen und zu hoch bewertete Start up ein? Für Silicon-Valley-Korrespondent Matthias Hohensee (links, mit dem stellvertretenden Chefredakteur Hauke Reimer) ist der Gipfel noch nicht erreicht. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Das liegt laut Hohensee vor allem daran, dass weiterhin jede Menge Wagniskapital verfügbar ist. Allein im vergangenen Jahr wurden im Nordamerika 74 Milliarden Dollar investiert, davon rund 20 Milliarden im Silicon Valley und San Francisco. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Mit der Trumpschen Steuerreform können Hightech-Größen wie Apple, Google oder auch Microsoft nun ihre gigantischen Auslandsguthaben in die USA zu einem vergünstigten Steuersatz zurückholen. Da jedoch die Tech-Konzerne selber Schwierigkeiten haben, ihre Gelder sinnvoll zu investieren, vermutet Hohensee, dass das Gros davon an Aktionäre ausgeschüttet und für Aktienrückkäufe eingesetzt wird. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Selbst Mitarbeiter von Hightech-Unternehmen haben Schwierigkeiten, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Während weiterhin viel Geld in bekannte Marken wie den Fahrdienst Lyft fließt und die Gurus des Hightech-Tals das ewige Leben versprechen, sieht Hohensee ein Unterinvestment bei der Entwicklung von Medikamenten, weil dies sehr risikoreich ist. „Es ist schon zynisch, wenn das ewige Leben postuliert wird, aber einem Krebskranken im Endstadium, der gern noch etwas Zeit mit seiner Familie hätte, nicht geholfen werden kann.“ Das dürfte das ohnehin angespannte soziale Gefüge auf eine neue Belastungsprobe stellen. Denn im Valley und in San Francisco sind die Preise für Häuser, Wohnungen und Mieten auf ein höheres Niveau als zu Zeiten der Immobilienkrise geklettert. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Philipp Mattheis, WiWo-Korrespondent in Istanbul und zuständig für die Türkei und den Nahen Osten, berichtete von der Stimmung in der türkischen Metropole und der angespannten Situation für Journalisten in der Türkei. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Mattheis erklärte unter anderem, das Präsident Erdogan zwar in der Bevölkerung Istanbuls durchaus kritisch gesehen wird, im östlichen Anatolien bei den sogenannten "schwarzen Türken" noch immer großen Rückhalt genießt. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Rund 60 WiWo-Leser hörten den Ausführungen der Korrespondenten gespannt zu. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Beim anschließenden Come-Together hatten die WiWo-Club-Mitglieder viel Gelegenheit, ins Gespräch mit den Korrespondenten zu kommen. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
Schon während des Podiums stellten die WiWo-Leser viele Fragen an die Korrespondenten. Quelle: Uta Wagner für WirtschaftsWoche
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