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Wohnungskonzern Vonovia zahlt nach Gewinnsprung höhere Dividende

Der Wohnungskonzern Vonovia veröffentlicht am Dienstag seine Jahreszahlen. Quelle: dpa

Dank höhere Mieteinnahmen und geringerer Finanzierungskosten verbuchte der Wohnungskonzern Vonovia im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von 21 Prozent. Die Aktionäre dürfte es freuen.

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia stellt nach einem Gewinnsprung 2017 für das laufende Jahr weitere Zuwächse in Aussicht. "Die Nachfrage nach guten und bezahlbaren Wohnungen ist ungebrochen", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch am Dienstag. Die Mieteinnahmen und der Wert des Immobilienportfolios dürften erneut zulegen. Zusätzlichen Schub erwartet Buch durch die derzeit laufende Übernahme des österreichischen Wettbewerbers Buwog. "Ich bin sehr optimistisch", sagte Buch in einer Telefonkonferenz. Die Annahmeschwelle werde auf jeden Fall erreicht. Die 5,2 Milliarden Euro schwere Offerte läuft noch bis zum kommenden Montag.

Bereits ohne die Übernahme erwartet Buch 2018 einen Anstieg des operativen Ergebnisses aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) auf 960 Millionen bis 980 Millionen Euro. Wenn die Buwog-Übernahme gelinge, werde der Gewinn "deutlich besser" ausfallen.

2017 kletterte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) dank der milliardenschweren Übernahme der österreichischen Conwert und steigender Mieteinnahmen um 21 Prozent auf 920,8 Millionen Euro. Die Dividende soll auf 1,32 (Vorjahr: 1,12) Euro je Aktie aufgestockt werden. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel 1,6 Prozent zu und war damit einer der stärksten Werte im Leitindex Dax.

"2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Vonovia", sagte Buch. Durch den Zukauf von Conwert stieg die Zahl der Wohnungen auf rund 347.000 (Vorjahr: rund 333.000). Die Mieteinnahmen kletterten auch wegen Mieterhöhungen um gut acht Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Im Schnitt lag der Mietpreis bei 6,27 Euro pro Quadratmeter.

Wegen der hohen Wohnungsnachfrage in Deutschland, Zukäufen und Investitionen in den Bestand erhöhte sich der Wert des Immobilienportfolios zum Jahresende 2017 um fast ein Viertel auf 33,4 Milliarden Euro. Eine weitere erhebliche Erhöhung zur Jahresmitte 2018 zeichne sich ab, sagte Buch.

Um der Nachfrage auf dem teils überhitzen Immobilienmarkt in den deutschen Ballungsräumen hinterher zu kommen, baut Vonovia inzwischen selbst. 2017 sei der Neubau von gut 1000 Wohnungen auf den Weg gebracht worden. Damit verfehlte Vonovia aber das selbst gesteckte Ziel. "An vielen Stellen ist der Baugenehmigungsprozess zu kompliziert", beklagte Buch.

Vonovia will jährlich rund 2000 Wohnungen neu errichten, beispielsweise durch Dachaufstockungen und Nachverdichtungen. In den kommenden Jahren will der Konzern jährlich rund eine Milliarde in den Neubau und die Renovierung von Wohnungen stecken. Inklusive Ausgaben für die Instandhaltung will Vonovia 2018 rund 1,4 Milliarden Euro investieren.

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