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Zumba Zumba-Konzern will Kundenzahl auf 100 Millionen steigern

Exklusiv

Der Konzern Zumba LLC mit Sitz in Miami (Florida) strebt eine Expansion im ganz großen Stil an.

Die Lieblingssportarten der Deutschen
Platz 8: Tanzen In der Liste der Lieblingssportarten der Deutschen landet Tanzen auf Platz acht. Es stärkt nicht nur Motorik, Muskelaufbau, Koordination und Gleichgewichtssinn, sondern soll sich auch positiv auf das Selbstvertrauen auswirken. Quelle: dpa
Platz 7: anderer Ballsport Ballsportarten wie Football oder Basketball haben in Deutschland eine eher kurze Tradition und sind dementsprechend weniger beliebt als Fußball oder Tennis. Nur vier Prozent der Befragten favorisieren diese Sportarten. Quelle: rtr
Platz 6: Kraftsport Wachsender Beliebtheit erfreut sich der Kraftsport. Insbesondere für die alternde Bevölkerung kann er von großer Bedeutung sein, denn schon kleine Übungen können die Muskulatur stärken und fit halten. Quelle: dpa
Platz 5: Tennis Sieben Prozent der Befragten schnüren ihre Sportschuhe am liebsten, um Tennis zu spielen. Junge Hoffnungsträgerinnen wie Carina Witthöft (Foto) oder Sabine Lisicki könnten den Sport in Deutschland wieder populär machen. Quelle: dpa
Platz 5: Fußball Der „König Fußball“ regiert vielleicht vor dem Fernseher oder bei den Zuschauerzahlen – nicht aber bei den Lieblingssportarten der Deutschen. Wenn es darum geht, sich selbst sportlich zu betätigen, landet der Mannschaftssport nur auf Platz fünf. Quelle: dpa
Nur sieben Prozent geben Fußball als ihren Lieblingssport an. Das merken auch viele Amateurclubs: Viele Vereine haben mit Mitgliederschwund, geringeren Einnahmen und einem Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern zu kämpfen. Quelle: dpa
Platz 4: Laufen Mehr als jeder Fünfte läuft regelmäßig. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann es alleine, in seiner unmittelbaren Umgebung und zu jeder Zeit machen. Quelle: dpa

Zumba-Chef Alberto Perlman will mit dem Trendsport und den dazugehörigen Produkten ein Vielfaches der bislang weltweit 14 Millionen Kunden erreichen. „Unser Ziel sind 100 Millionen“, sagte Perlman.

Weltweit gibt es schon heute mehr als 100.000 Trainer, die 300 Euro für die Zumba-Lizenz bezahlt haben. Neben diesem Kerngeschäft verkauft der Markenrechteinhaber Zumba LLC jährlich Musik, DVDs, Mode und Videospiele für einen dreistelligen Millionenbetrag.

In deutschen Fitnessstudios wird die Mischung aus Latinotanz, Aerobic und Hiphop seit rund zwei Jahren praktiziert. Allein in den zehn größten Städten sind nach WirtschaftsWoche-Recherchen mehr als 2600 Trainer registriert. Diese organisieren ihre Kurse eigenständig und sind für ihre Einnahmen selbst verantwortlich. Doch der Zumba-Konzern verdient kontinuierlich über das Zumba Instructors Network (ZIN) mit: 80 bis 90 Prozent der Trainer zahlen monatlich 22 Euro für ihre Mitgliedschaft, denn nur so bekommen sie immer die neueste Zumba-Musik und die dazugehörigen Choreografien.

Weitere Einnahmen resultieren aus der eigenen Modelinie Zumbawear, für die Zumba George Gottl angeheuert hat, ehemals Kreativdirektor für Sportkleidung bei Nike. Vier Millionen Zumba-Kleidungsstücke wurden 2012 verkauft. Nach Schätzungen beträgt allein der Umsatz mit Zumbawear mehr als 100 Millionen Dollar.

30 Prozent der weltweiten Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe stammen bereits aus Europa, Deutschland steuert acht Prozent bei. Wie profitabel Zumba ist, darüber gibt das Unternehmen keine Auskunft.

Der Zumba-Erfolg hat sich inzwischen auch auf die Allianz des Konzerns mit der Musikindustrie ausgewirkt. Heute zahlen Labelbosse, damit ihre Titel für Zumba genutzt werden. Früher musste Zumba-Erfinder Alberto Perez bei den Plattenfirmen betteln, um deren Musik zu verwenden. „Nun hat sich das Geschäft umgedreht“, sagt Perez.

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