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Dividenden Dax-Konzerne schütten Rekordsumme aus

Die Dividendensumme der Dax-Konzerne steigt Berechnungen zufolge für das vergangene Jahr um 2,9 Prozent. Insgesamt 21 Unternehmen haben ihren Anteilseignern mehr Geld gezahlt.

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Laut Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY steigt die Dividendensumme der Dax-Konzerne für das vergangene Jahr auf den Rekordwert von 36,5 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Frankfurt/Main Trotz sinkender Gewinne schütten Deutschlands Börsenschwergewichte in der Summe so viel Geld an ihre Aktionäre aus wie nie zuvor. Nach Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY steigt die Dividendensumme der Dax-Konzerne für das vergangene Jahr um 2,9 Prozent auf den Rekordwert von 36,5 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern sank hingegen um 10 Prozent auf zusammengerechnet 84,5 Milliarden Euro.

Der Anteil der Dividendenzahlungen am gesamten Gewinn liege mit 43,2 Prozent aber auf einem soliden Niveau, erläuterte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Gezahlt wird die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr nach den jeweiligen Hauptversammlungen.

Insgesamt zahlen 21 Dax-Konzerne ihren Anteilseignern mehr Geld. Daimler, BMW und RWE kürzen die Ausschüttung. Vier Unternehmen halten sie konstant. Ausgewertet wurden die Daten von 28 der 30 Dax-Konzerne. Der Industriekonzern Linde und der Zahlungsdienstleister Wirecard haben noch keine Angaben gemacht.

Größter Dividendenzahler im Dax ist den Angaben zufolge in diesem Jahr der Versicherungsriese Allianz, der die Ausschüttung um neun Prozent auf 3,8 Milliarden Euro erhöht. Der Autokonzern Daimler zahlt seinen Aktionären demnach insgesamt knapp 3,5 Milliarden, das sind elf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Deutsche Telekom liegt mit 3,3 Milliarden Euro (plus acht Prozent) auf dem dritten Platz.

Meyer ist allerdings skeptisch, ob sich der Dividendenboom 2019 fortsetzen wird: „Die Konjunktur läuft nicht mehr rund, und die Unternehmen sehen sich zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Risiken ausgesetzt, die auch die Geschäftsentwicklung belasten.“ Sollte der Druck auf die Gewinne anhalten, würden früher oder später auch die Dividendenausschüttungen auf den Prüfstand gestellt.

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