Einigung mit Lokführer-Gewerkschaft GDL-Tarifabschluss kostet Bahn nur 7,9 Millionen Euro jährlich mehr

Die Vorwürfe von Bahnchef Hartmut Mehdorn, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee habe der Bahn durch die von ihm bewirkte Einigung im Streit mit den Lokführern eine „zusätzliche Belastung in Milliardenhöhe über den Planungszeitraum der nächsten fünf Jahre“ beschert, entbehren jeder Grundlage. Das belegen Berechnungen, die die WirtschaftsWoche zusammen mit Bahn-Experten angestellt hat.

Bahn-Chef Mehdorn Quelle: Arne Weychardt für WirtschaftsWoche

Danach muss Mehdorn durch den Tarifabschluss mit der Lokomotivführergewerkschaft GDL mittelfristig mit einer Mehrbelastung von nur 7,9 Millionen Euro rechnen. Die Ursache dafür sind der Tarifvertrag mit den Konkurrenzgewerkschaften Transnet und GDBA im vergangenen Jahr sowie Mehdorns Zusage, eine neue Gehaltsstruktur einzuführen, von der auch die Lokführer profitieren würden.

Dadurch sinken die Mehrkosten der Bahn durch den geplanten GDL-Abschluss massiv. Dies ist auch einer der Gründe, dass die Eisenbahnergewerkschaft Transnet nach Informationen der WirtschaftsWoche keinen Gebrauch von der Revisionsklausel im Tarifvertrag von 2007 machen wird, der ihr Nachforderungen bei einem höheren GDL-Abschluss erlaubt.

„Gehen Sie davon aus", zitiert das Blatt einen Transnet-Funktionär, „dass wir die Revisionsklausel nicht ziehen werden."

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