Wüstenstromprojekt E.On erwägt Ausstieg aus Desertec

Exklusiv

Der Energiekonzern E.On erwägt, aus dem Wüstenstromprojekt Desertec auszusteigen.

Logo des Stromkonzerns E.On Quelle: dapd

„Das Kompetenzgerangel, das die Desertec Foundation angezettelt hat, bringt uns schier zur Verzweiflung“, sagt einen E.On-Manager gegenüber der WirtschaftsWoche. Im Extremfall würde das Unternehmen wegen des „Dauer-Hickhack und organisatorischer Nutzlosigkeit“ das Projekt verlassen.

Hintergrund der Überlegungen sind Spannungen zwischen der Dersetec Foundation in Hamburg und dem Desertec-Konsortium Dii. Zu denen war es gekommen, nachdem die Desertec-Stiftung vor zwei Wochen ein Solar-Stromprojekt in Tunesien vorstellte, ohne Dii daran zu beteiligen.

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Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, hat die Desertec-Stiftung Dii darüber nicht informiert, obwohl das Konsortium dort im November ein Büro eröffnet hatte, um Standorte für ein Kraftwerk in Tunesien zu finden. Konkret sei Dii „erst 24 Stunden vor der Präsentation der Stiftung“ in Kenntnis gesetzt worden, so einen Industriemanager.

Die Dersetec Foundation wurde im Jahr 2009 gegründet, um Europa langfristig mit Solarstrom aus Nordafrika zu versorgen, woraufhin sich führende Unternehmen wie Siemens, E.On, RWE und Munich Re zu dem Konsortium Dii zusammenschlossen, um einzelne Solarprojekte zu realisieren. Die Stiftung ist Gesellschafterin bei Dii und wollte sich gegenüber der WirtschaftsWoche dazu nicht äußern.

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