Angeschlagener Solarkonzern Experten kritisieren Solarworlds Sanierungskonzept

Exklusiv

Experten der Solarbranche kritisieren das operative Sanierungskonzept des angeschlagenen Bonner Solarkonzerns Solarworld.

Solarworld-Gebäude Quelle: dpa

„Die Bilanzsanierung hat Solarworld zwar kurzfristig gerettet, aber für einen nachhaltigen Fortbestand ist ein wettbewerbsfähiges operatives Konzept nötig“, sagte Nikolai Dobrott, Geschäftsführer der auf erneuerbare Energien spezialisierten Unternehmensberatung Apricum in Berlin. „Nachdem der deutsche Solarmarkt weltweit zunehmend an Bedeutung verliert, stellt sich die Frage, wo Solarworld überhaupt punkten kann.“ Ähnlich äußerte sich Wolfgang Hummel, Direktor beim Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin. „Die Sanierung von Solarworld ist allein auf Kostenreduzierung ausgerichtet, das ist zu wenig“, sagte er.

Nach Meinung von Anlegerschützer Klaus Nieding sind auch die Aussichten der Aktionäre und Gläubiger, die auf einen Großteil ihres Kapitals verzichten müssen, weiterhin ungeklärt. „Im Solarworld-Vorstand wird grenzenloser Optimismus gelebt, aber für die Anleger gibt es noch eine Reihe von Unklarheiten“, sagte der Präsident des Deutschen Anlegerschutzbundes. So vermisst Nieding Prognosen, ob die geplanten Innovationen greifen und wie weit sich Einkauf und andere interne Prozesse wie geplant optimieren lassen.

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