Ausbau der Hochspannungsnetze Tennet fordert Staatsbeteiligung

Exklusiv

Der größte in Deutschland tätige Strom-Netzbetreiber Tennet will den Ausbau der Hochspannungsleitungen nicht mehr alleine finanzieren.

Lex Hartman Quelle: dapd

Der Strom-Netzbetreiber Tennet plädiert dafür, beim Ausbau der Hochspannungsnetze die staatliche deutsche Förderbank KfW mit in die Verantwortung zu nehmen. Im Interview mit der WirtschaftsWoche forderte der Geschäftsführer des niederländischen Staatsunternehmens, Lex Hartman, mit Blick auf den Kraftwerksgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der kommenden Woche in Berlin, „eine separate Gesellschaft für Offshore und Gleichstrom zu gründen“.

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Hier seien „auch andere Beteiligte denkbar, zum Beispiel Finanzinvestoren oder auch die KfW. Diese Gesellschaft hätte dann auch die gesetzliche Verpflichtung, die Netze zu bauen.“  Tennet könne an dieser Netzgesellschaft dann „einen großen Anteil übernehmen“, so Hartman. „Aber an einer Mehrheit sind wir nicht notwendigerweise interessiert.“

Hartman betonte, Tennet habe für die laufenden Netzprojekte bereits Investitionen von 5,5 Milliarden Euro ausgelöst. Kein anderer investiere so viel in die Energiewende. „Mehr kann man von uns, von einem einzelnen Unternehmen, nicht verlangen.“ Die notwendigen Investitionen zum Anschluss der Offshore-Windparks auf See schätzt Tennet auf „mindestens 15 Milliarden Euro“.

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