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EnBW Villis' Gang in die Wüste

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Atompolitischer Wendehals

 

Bundeskanzlerin Merkel zwischen EnBW-Vorstandschef Hans-Peter Villis (links) und Ministerpräsident Sellering Quelle: dpa

Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde zum Post-Fukushima-Landeschef in Stuttgart, ein Mann, der mit Pro-Atom-Statements nicht viel anfangen konnte. Villis dagegen wurde in der Wahrnehmung der grünroten, aber auch der CDU-Politiker im Aktionärskreis der EnBW zum atompolitischen Wendehals. Baltic I weihte die Kanzlerin ein und gab bei der feierlichen Inbetriebnahme Villis, dem einstigen Initiator des kanzleramtsfeindlichen Appells, mit spitzen Fingern die Hand.

Villis schimpfte wie ein Rohrspatz

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    Villis wollte fortan nicht mehr als Atombefürworter gelten, hinter den Kulissen schimpfte er auf das Moratorium der Bundesregierung, das Abschalten der Atommeiler, wie ein Rohrspatz. Gingen die Kameras aber an, predigte er den grünen Umbau des EnBW-Konzerns. Diese eigentümliche Spaltung von Villis‘ Statements nahm ihm zum Schluss kaum ein Aktionärsvertreter mehr ab.

    Zu je 46,5 Prozent gehören die EnBW-Anteile dem grünroten Land und den eher schwarzen oberschwäbischen Kommunen. EnBW ist also ein Polit-Konzern und das Feld der Politik ist das letzte, was der aufrechte Energieexperte und Sachaufklärer Villis beherrscht.  

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