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Energiekonzern E.On macht drei Milliarden Euro Verlust

Im vergangenen Jahr kündigte E.On an, seine Atom-Sparte vom Konzern abzutrennen. Jetzt sorgt E.On wieder für eine Überraschung: Der Konzern habe im vergangenen Jahr den größten Verlust der Konzerngeschichte geschrieben.

Das Logo des Eon-Konzerns Quelle: dpa

Der Energiekonzern E.On hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von drei Milliarden Euro gemacht. Es sei der größte Verlust der Konzerngeschichte, meldet das "Handelsblatt" (Paywall) unter Berufung auf Konzernkreise vorab. Zudem ist es überhaupt erst das zweite Mal, dass das Unternehmen in die Verlustzone rutscht. 2011 machte E.On ein Minus von etwa 2,2 Milliarden Euro. 2013 erzielte der Konzern einen Überschuss von 2,1 Milliarden.

E.On wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage nicht äußern. Der Konzern will am 11. März seine Bilanz vorlegen.

Die künftige E.On-Struktur

Bereits nach neun Monaten hatte E.On einen Nettoverlust von 835 Millionen Euro eingefahren. Das Management rechne mit einem "erheblichen Konzernfehlbetrag" im Gesamtjahr, hieß es Ende November. Zu den bereits in den ersten neun Monaten ausgewiesenen Wertberichtigungen von 700 Millionen Euro kämen noch mal Abschreibungen von 4,5 Milliarden Euro.

Die Baustellen von E.On

Vor allem der Preisverfall beim Strom machte E.On zuletzt zu schaffen. Die großen Kraftwerke werden durch den Boom beim Ökstrom zunehmend unrentabel. Der Fall des Ölpreises setzt der Ölsparte des Energieversorgers zu. Zugleich gibt es auch innerhalb des Konzerns große Probleme: Die russische E.On-Tochter kämpft mit dem schwachen Rubel.

Die Milliarden-Investitionen in Brasilien haben sich als massiver Fehlschlag entpuppt: der Stromproduzent Eneva, bei dem E.On vor mehr als drei Jahren einstieg, beantragte im vergangenen Jahr gläubigerschutz. Sein Engagement in Spanien hat der Konzern bereits Ende vergangenen Jahres beendet.

Für 2016 plant E.on die Aufspaltung in einen Versorger mit Atom- und Kohlekraftwerken und einen anderen für das Ökostromgeschäft. Der radikale Wandel könnte zu spät kommen, befürchteten damals Experten in der WirtschaftsWoche.

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