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EnergieversorgerKapitalschnitt soll dem Bund den Ausstieg bei Uniper erleichtern

Ende 2022 drohte Uniper die Insolvenz – der Energieversorger wurde verstaatlicht. Jetzt laufen die Vorbereitungen zum allmählichen Rückzug des Bundes an. 18.10.2023 - 14:51 Uhr

Der Staat hat sich verpflichtet, seine Beteiligung an Uniper bis 2028 auf 25 Prozent zu reduzieren.

Foto: dpa

Der in der Gas-Krise aufgefangene Energieversorger Uniper will mit einem Kapitalschnitt den Weg für den Ausstieg des Staates ebnen. Eine drastische Herabsetzung des Grundkapitals und die Zusammenlegung von je 20 Aktien zu einer solle Uniper wieder dividendenfähig machen, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Die Milliardenverluste infolge des Ukraine-Krieges und der explodierenden Gaspreise hatten zu einem Bilanzverlust geführt, der die Ausschüttung von Dividenden verhindert. Zugleich hatten die 20 Milliarden Euro schweren Staatshilfen des Bundes, der mit 99 Prozent bei Uniper einstieg und das Unternehmen damit vor dem Zusammenbruch rettete, das Grundkapital aufgebläht.

Der Staat hat sich verpflichtet, seine Beteiligung an Uniper bis 2028 auf 25 Prozent zu reduzieren. „Nach den Anfang August vorgestellten neuen strategischen Zielen von Uniper ist die nun angestrebte Kapitalherabsetzung ein weiterer wichtiger Meilenstein“, sagte Finanzvorständin Jutta Dönges. „Sie schafft damit Handlungsspielraum für einen Ausstieg des Bundes, über dessen Vorgehen und Zeitpunkt der Bund entscheidet.“

Außerordentliche Hauptversammlung soll über Kapitalherabsetzung entscheiden

Das Grundkapital soll von nominal 14,16 Milliarden auf 416 Millionen Euro herabgesetzt werden. Der rechnerische Nennwert wird auf 1,00 von 1,70 Euro je Aktie reduziert, ein Teil der Kapitalrücklage wird aufgelöst, um den Bilanzverlust technisch zu eliminieren. Über die Kapitalherabsetzung entscheiden muss eine außerordentliche Hauptversammlung, die am 8. Dezember stattfinden soll.

Das FDP-geführte Bundesfinanzministerium hatte angekündigt, noch in diesem Jahr eine Ausstiegsstrategie vorzulegen. Eine Möglichkeit dafür wäre ein Börsengang - aber um für Investoren attraktiv zu sein, müsste Uniper Dividenden ausschütten können.

Wann Uniper wieder Dividenden zahle, sei nicht entschieden, sagte ein Sprecher. Nach der Normalisierung an den weltweiten Gasmärkten schreibt der Konzern wieder Milliardengewinne. 2023 soll ein mittlerer einstelliger Milliardenbetrag als Nettogewinn zu Buche stehen.

rtr
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