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Energieversorger Sinkende Renditen trotz steigender Strompreise

Exklusiv

Die Energieversorger in Deutschland gehen mit Blick auf die Energiewende davon aus, dass sie trotz steigender Stromtarife immer weniger verdienen werden.

Windräder drehen sich neben Hochspannungsleitungen vor dem Abendhimmel bei Teuchern (Burgenlandkreis) Quelle: dpa

90 Prozent der Stadtwerke und Energieerzeuger in Deutschland rechnen mit sinkenden Renditen, obwohl zugleich 84 Prozent deutlich steigende Strompreise erwarten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung Horváth & Partners, die der WirtschaftsWoche vorliegt.

Energieimporte erwartet

83 Prozent glauben, dass Deutschland seinen eigenen Strombedarf in Zukunft nicht mehr komplett selbst decken kann und abhängiger wird von Energieimporten. 36 Prozent der Versorger sind sogar so pessimistisch, dass sie mit häufigeren Stromausfällen rechnen.

Gewinne hoffen die Versorger in Zukunft am ehesten mit dezentraler Energieerzeugung, energienahen Dienstleistungen sowie Strom und Wärme aus Sonne, Wind und Biomasse machen zu können. Herkömmliche große Kohle- und Gaskraftwerke dagegen werfen allenfalls noch geringe Margen ab, schätzen sie. Ebenso wenig sehen sie Elektromobilität als attraktives Geschäftsfeld.

Versorger setzen auf Windkraft

Wichtigste erneuerbare Energiequelle ist aus Sicht der Versorger künftig die Windkraft. Laut Umfrage steigt ihr Anteil an den erneuerbaren Energien bis 2020 von 46 auf 73 Prozent. Die Unternehmen befürchten deshalb eine starke Konkurrenz um die besten Standorte. Drei Viertel planen daher eine stärkere Beteiligung der Bürger beim Bau von Wind- und Solarparks, um sich deren Zustimmung zu sichern.

Befragt wurden für die Umfrage 73 Energieversorger, die 85 Prozent des deutschen Markts abdecken. Unter den Befragten waren 17 der 20 größten Energieversorger in Deutschland.

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