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Energieversorger Steag dementiert Interesse an Vattenfall-Braunkohle

Der Energiekonzern Steag hat einen Zeitungsbericht über Gespräche zur Übernahme der Braunkohlegeschäfte von Vattenfall zurückgewiesen.

Das Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg) Quelle: dpa

"Wir führen keine Gespräche. Wir strecken keine Fühler aus", sagte eine Steag-Sprecherin am Dienstag. Die "Rheinische Post" hatte zuvor unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, Steag-Chef Joachim Rumstadt habe dazu erste Unterredungen geführt. Vattenfall will das ostdeutsche Braunkohlegeschäft bis Jahresende verkaufen. Der schwedische Staatskonzern wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren.

Interesse an den Geschäften haben die tschechischen Versorger EPH und CEZ angemeldet. Der Wert wird auf zwei bis drei Milliarden Euro geschätzt. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte von Insidern erfahren, dass auch Finanzinvestoren wie KKR, Blackstone und CVC ein Auge auf die Geschäfte werfen könnten.

Vattenfall beschäftigt in der Förderung und Verstromung von Braunkohle in Deutschland mehr als 8000 Mitarbeiter.

CEZ hat auch ein Auge auf die ostdeutschen Pumpspeicherkraftwerke von Vattenfall geworfen. Diese könnten im Paket mit der Braunkohle veräußert werden, hatte ein Vattenfall-Sprecher am Montag gesagt. Die fünf Pumpspeicherkraftwerke in Thüringen haben eine Kapazität von 2600 Megawatt.

Den Wert der Anlagen nannte Vattenfall nicht. Eine mit den Kraftwerken vertraute Person bezifferte den Gesamtwert der deutschen Wasserkraftwerke des Konzerns auf rund 400 Millionen Euro.

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