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Energiewende Dicke Luft trotz mehr Ökostrom

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Umfangreiche Reformen für die erneuerbaren Energien

Denn auch der kostspielige Ausbau der Offshore-Windenergie wird noch stark subventioniert. Die Winderzeuger erhalten derzeit eine feste Vergütung für den erzeugten Windstrom. Die Anfangsvergütung für Offshore-Windstrom liegt bei immerhin rund 18 Cent je Kilowattstunde.

Die letzten Kernkraftwerke
AKW Grafenrheinfeld in Bayern Quelle: Creative Commons
Kernkraftwerk Gundremmingen Quelle: dpa/dpaweb
Kernkraftwerk Philippsburg Quelle: dpa
Kernkraftwerk Brokdorf Quelle: dpa
Kernkraftwerk Grohnde Quelle: dpa
Kernkraftwerk Neckarwestheim Quelle: dpa
Kernkraftwerk Isar II Quelle: dpa

Ab 2017 allerdings wird sich das ändern. Die Bundesregierung plant umfangreiche Reformen für die erneuerbaren Energien. Künftig soll es Ausschreibungen geben für die Genehmigung zum Bau von Windparks. Den Zuschlag erhält der günstigste Anbieter. Derzeit sind nach Informationen aus dem Bundeswirtschaftsministerium Ausschreibungen für drei bis vier Windparks pro Jahr vorgesehen. Für die Vergabe von Flächen für den Bau von Offshore-Windparks soll eine zentrale staatliche Stelle die Flächenentwicklung und Ausschreibung organisieren. Geplant sind zwei Ausschreibungen jährlich.  Branchenvertreter sehen das freilich skeptisch. „Soll der Ausbau kontinuierlich weitergehen, brauchen wir schon 2016 Klarheit über das Ausschreibungsdesign“, sagt Norbert Griese, Vorsitzender des VDMA-Lenkungskreises Offshore-Windenergie.

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    Einsparmöglichkeiten bei Offshore-Windparks

    Steigende CO2-Emissionen

    Einziger dunkler Fleck der Energiewende ist der Anstieg des CO2-Ausstoßes. Grund dafür sind die anhaltend niedrigen Preise für Emissionszertifikate sowie die weltweit verbilligte Kohle. Die niedrigen Preise für Emissionszertifikate bieten den konventionellen Stromerzeugern nicht genügend Anreize, um auf emissionsärmere Anlagen zu setzen. Dazu kommt, dass der fossile Energieträger Kohle derzeit so günstig ist, dass sich selbst weniger umweltbelastende Gaskraftwerke nicht mehr lohnen und abgeschaltet werden.

    Energie



    Im Herbst 2014 hatten sich Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, den CO2-Ausstoß bis 2030 um 40 Prozent, verglichen mit 1990, zu senken. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch soll bis dahin auf 27 Prozent und die Energieeffizienz um 27 Prozent steigen. In Deutschland liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in 2014 bei erst rund elf Prozent.

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