Eon-Tochter Uniper steht vor Abspaltung im Zeitplan

Eon spaltet seine Kohle- und Gaskraftwerke sowie Teile des Auslandsgeschäfts ab. Die Abspaltung soll im Frühsommer oder im Herbst erfolgen.

Der Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen, erläutert im Mai während der Hauptversammlung die Aufspaltung von Eon in die zwei neuen Firmen Eon und Uniper. Quelle: dpa

Die Kraftwerkstochter Uniper des Energieriesen Eon startet im nächsten Jahr mit einem blauen Logo - ähnlich wie der große Essener Konkurrent RWE. Das Uniper-Blau werde aber dunkler als das von RWE, sagte ein Eon-Sprecher und bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Rheinischen Post“.

Unter dem neuen Firmennamen spaltet Deutschlands größter Energiekonzern ab 2016 seine Kohle- und Gaskraftwerke sowie Teile des Auslandsgeschäfts ab. Der Mutterkonzern Eon konzentriert sich vor allem auf Erneuerbare Energien und den Netzbetrieb.

Was sich hinter deutschen Firmennamen verbirgt
Rimowa Quelle: dpa
Tui Quelle: dpa
Innogy (Energiekonzern, Essen)Innogy ist ein Produkt der Aufspaltung von RWE. Das Unternehmen umfasst das Ökostromgeschäft, die Stromnetze und den Vertrieb des Energieriesen. Die neue Ökostrom-Tochter Innogy soll knapp 40.000 der 60.000 Beschäftigten aufnehmen. Ende des Jahres sollen zehn Prozent der neuen Gesellschaft im Zuge einer Kapitalerhöhung an die Börse gebracht werden. Der Name kombiniert die Begriffe „Innovation“, „Energy“ und „Technology“ und wird bereits seit längerem im RWE-Konzern verwendet. 2002 übernahm der Energieversorger das britische Unternehmen Innogy, das daraufhin in RWE npower umbenannt wurde. Bereits im Mai hat die WirtschaftsWoche exklusiv berichtet, dass die Ökostromtochter Innogy heißen soll – jetzt hat RWE diese Information bestätigt.Bild: Innogy Quelle: Screenshot
RWE Quelle: dpa
Haribo (Süßigkeitenhersteller, Bonn) Quelle: dpa
e.onEin Kunstname, der an E wie Energie und „on“ wie einschalten erinnern soll. Den beiden Vorgängerunternehmen, aus denen Eon entstand, merkte man ihre Vergangenheit als preußische Staats-Holdings noch an: VEBA, die „Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks AG“ und VIAG, die „Vereinigte Industrieunternehmungen AG“. Quelle: dpa
UniperDer Eon-Konzern spaltet sich auf. Die neue Gesellschaft, in der die Kraftwerksaktivitäten gebündelt werden, wird „Uniper“ heißen. Den neuen Namen soll ein Mitarbeiter vorgeschlagen haben. „Uniper“ ist die Kurzform von „Unique Performance“, das zu deutsch „Einzigartige Leistungsfähigkeit“ bedeutet. Quelle: dpa

Am 8. Juni 2016 will Eon die Pläne der Hauptversammlung zur Zustimmung vorlegen. Stimmen die Aktionäre zu, soll die Abspaltung im Frühsommer oder Herbst folgen. Die Vorbereitungen liefen im Zeitplan, sagte der Sprecher. Zu Personalien nehme Eon keine Stellung.

Die „RP“ hatte spekuliert, der ehemalige Eon-Finanzchef Michael Sen könnte Aufsichtsratschef bei Uniper werden. Das neue Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf wird nach den Planungen rund 14.000 Mitarbeiter haben. Vorstandschef wird der frühere Eon-Finanzchef Klaus Schäfer.

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