Evonik Chemieriese präsentiert dickeres Plus

Preiserhöhungen und anziehende Geschäfte haben Evonik deutlich mehr Umsatz und Gewinn beschert. Der Chemiekonzern erhöht deshalb jetzt seine Jahresziele.

Preiserhöhungen und anziehende Geschäfte haben Evonik deutlich mehr Umsatz und Gewinn beschert. Der Chemiekonzern erhöht deshalb jetzt seine Jahresziele. Quelle: dpa

Der Chemiekonzern Evonik hat nach deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn seine Jahresziele erneut in die Höhe geschraubt. Vor allem durch anziehende Geschäfte und Preiserhöhungen bei Produkten rund um die Tiernahrung steigerte Evonik im zweiten Quartal den Umsatz um acht Prozent auf 3,519 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) kletterte um 40 Prozent auf 661 Millionen Euro, wie der Essener Konzern am Dienstag mitteilte. Der Konzerngewinn nach Minderheiten sprang auf 418 (Vorjahr: 139) Millionen Euro. Evonik lag damit im Rahmen der Markterwartungen: Analysten hatten mit einem Umsatz von 3,545 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebitda von 661 Millionen Euro gerechnet.

Die 10 umsatzstärksten deutschen Chemiekonzerne 2013
Platz 10Beiersdorf AGUmsatz: 6.141 Mio. Euro Beschäftigte: k.A. Quelle: Verband der Chemischen Industrie e.V. Quelle: dpa
Platz 9Lanxess AGUmsatz: 8.300 Mio. Euro Beschäftigte: 17.000 Quelle: dpa
Platz 8Merck KGaAUmsatz: 11.095 Mio. Euro Beschäftigte: 38.154 Quelle: dpa
Platz 7Evonik Industries AGUmsatz: 12.874 Mio. Euro Beschäftigte: 32.995 Quelle: dpa
Platz 6Boehringer Ingelheim GmbHUmsatz: 14.065 Mio. Euro Beschäftigte: 47.492 Quelle: dpa
Platz 5Henkel AGAktiengesellschaft & Co. KGaAUmsatz: 16.355 Mio. Euro Beschäftigte: 46.850 Quelle: dpa
Platz 4Linde AGUmsatz: 16.655 Mio. Euro Beschäftigte: 63.487 Quelle: dpa
Platz 3Fresenius SE & Co. KGaA​Umsatz: 20.331 Mio. Euro Beschäftigte: 178.337 Quelle: dpa
Platz 2Bayer AGUmsatz: 40.157 Mio. Euro Beschäftigte: 113.200​ Quelle: dpa
Platz 1BASF SEUmsatz: 73.973 Mio. Euro Beschäftigte: 112.206 Quelle: dpa

"Evonik hat erneut ein starkes Quartalsergebnis erwirtschaftet", bilanzierte Konzernchef Klaus Engel. Für das Gesamtjahr erwartet er nun einen Umsatz von 13,5 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 12,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn - das bereinigte Ebitda - solle ein Wert von etwa 2,4 Milliarden Euro erreichen. Nach dem ersten Quartal hatte Evonik das Ziel für den operativen Gewinn bereits auf mindestens 2,2 Milliarden Euro angehoben. Nach den ersten sechs Monaten hat der Chemieriese, der mehrheitlich der Essener Kohlestiftung RAG und dem Finanzinvestor CVC gehört, nun bereits ein gutes Wegstück zum Ziel zurückgelegt: Das bereinigte Ebitda summierte sich im Halbjahr auf 1,3 Milliarden Euro.

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Vor allem in der Sparte Nutrition & Care konnte Evonik erneut zulegen. Der Umsatz des Bereichs, der vor allem Futtermittelzusatzstoffe für Tiernahrung produziert, sprang um 27 Prozent auf 1,248 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 381 (186) Millionen Euro. Nur im Geschäft mit Kunststoffen trat Evonik auf der Stelle.

Auch Konkurrent Lanxess hatte für das zweite Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg vermeldet - der starke Dollar und Einsparungen halfen ihm auf die Sprünge. Evonik profitierte ebenfalls vom Höhenflug der US-Währung, der Konzern produziert unter anderem in mehreren Werken in den USA.

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