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Exklusive Verhandlungen Siemens Gamesa will Teile von insolventer Senvion kaufen

Senvion hatte im April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und sich auf die Suche nach Investoren begeben. Quelle: dpa

Siemens Gamesa tritt mit insolventen Windkraft-Hersteller Senvion in exklusive Verhandlungen über Geschäftsteile des Unternehmens. Noch ist offen, wie viele Arbeitsplätze durch Siemens Gamesa gerettet werden könnten.

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Die Siemens-Windkraft-Tochter Gamesa steht vor der Übernahme von Teilen des insolventen Windrad-Herstellers Senvion. Beide Unternehmen bestätigten am Montag exklusive Verhandlungen über „ausgewählte europäische Service- und On-shore-Geschäfte“. Die Verträge sollen bis Ende des Monats unter Dach und Fach sein. Siemens Gamesa interessiert sich dabei laut Verhandlungskreisen für das Geschäft mit der Wartung und Instandhaltung von Windanlagen an Land sowie die Produktion von Rotorblättern in Portugal. Damit könnten gut die Hälfte der rund 3500 verbliebenen Arbeitsplätze gerettet werden, sagte einer der Insider. Zum Kaufpreis machten Gamesa und Senvion keine Angaben. Senvion beschäftigt noch 1400 bis 1500 Mitarbeiter in Deutschland.

„Die heutige Ankündigung bedeutet, dass wir kurz davor stehen, einen sicheren Hafen für einen wesentlichen Teil des Unternehmens und seiner Mitarbeiter zu finden“, sagte Senvion- Chef Yves Rannou. Das Unternehmen aus Hamburg war im April wegen Schwierigkeiten bei der Abwicklung von Großprojekten in die Insolvenz gerutscht. Schnell hatte sich abgezeichnet, dass sich Interessenten nur die Rosinen herauspicken würden. Rannou hatte Ende August eingeräumt, dass sich für die Produktion kein Käufer gefunden habe. Die vorliegenden Aufträge für Windräder sollen aber noch abgewickelt werden.

Über andere Teile des Geschäfts werde noch mit Investoren verhandelt. Dabei geht es unter anderem um Service-Verträge für Windräder auf hoher See und das Geschäft außerhalb Europas. Der Vorstand werde in den nächsten Wochen „weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um die bestmöglichen Lösungen für den Rest des Unternehmens zu finden“, sagte Rannou.

Senvion hatte im April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und sich auf die Suche nach Investoren begeben. Seit drei Wochen ist klar, dass Senvion aufgeteilt wird und Teile seines Geschäftsbetriebs stilllegen muss. Die Turbinenfertigung in Bremerhaven mit 200 Mitarbeitern steht zum Jahresende vor der Schließung. Bereits in diesem Monat werden die ersten Kündigungen ausgesprochen.

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