General Electric Neuer Europa-Chef und Deutschland-Chef

Exklusiv

Der amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) bestellt den Engländer Cliff Harris zum neuen Europa-Chef der Sparte Erneuerbare Energien.

Logo von General Electric Quelle: AP

Er tritt sein Amt im Juni an und folgt auf Stefan Ritter, der das Unternehmen im April verlassen hat. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen. Um den Absatz in Deutschland anzukurbeln, schafft GE zusätzlich die Position des Deutschland-Chefs für den Bereich Erneuerbare Energien. Den Job übernimmt Andreas von Bobart. Der Westfale hatte schon zwischen 2001 und 2005 in der Windsparte von GE gearbeitet. Zuletzt leitete er den Münsteraner Windanlagenbauer Kenersys.

Mit den Personalentscheidungen reagiert GE-Chef Jeff Immelt auf das miserable Ergebnis der Öko-Sparte des Konzerns. General Electric hat 2012 in Deutschland keine einzige Windkraftanlage installiert. Harris und von Bobart arbeiten künftig im niedersächsischen Städtchen Salzbergen. Dort baut der Konzern Windkraftanlagen, die er vor allem nach Rumänien, Polen, Großbritannien und in die Türkei liefert. 250 bis 300 Anlagen kann GE jährlich in Salzbergen produzieren.

Marktanteile wollen die beiden Ingenieure Harris und von Bobart jetzt vor allem mit einer neuen, in Deutschland entwickelten Windkraftanlage gewinnen. Die Windräder mit einer Leistung von 2,5 Megawatt besitzen einen Rotor, der einen Durchmesser von 120 Metern hat und einen 25 Prozent höheren -Wirkungsgrad als das Vorläufermodell. Das verfügte über 2,8 Megawatt Leistung und einen 103 Meter großen Rotor.

Anders als der Konkurrent Siemens setzt GE vor allem auf die Stromgewinnung mit traditionellen Windrädern, die an Land aufgestellt werden. Das Geschäft mit Windanlagen auf dem Meer sei noch zu unerforscht und zu riskant, heißt es bei GE.

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