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Großbritannien RWE und E.On geben AKW-Pläne auf

Die beiden deutschen Energiekonzerne RWE und E.On beenden ihre Beteilung an Atomprojekten in Großbritannien. In den britischen Energiemarkt wollen beide aber weiterhin investieren.

Wie Manager zur Energiewende stehen
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Die Energiekonzerne E.On und RWE geben aus Kostengründen ihre Pläne zum Bau von Atomkraftwerken in Großbritannien auf. Das 2009 gegründete Joint Venture Horizon soll verkauft werden.

RWE und E.On hatten sich 2009 bei einer Auktion zwei Standorte für neue Kraftwerke gesichert. „Der Entscheidung ist eine strategische Prüfung vorausgegangen, die die beiden Mutterkonzerne RWE AG und E.On AG unabhängig voneinander durchgeführt haben“, teilte RWE in Essen mit. Ein E.On-Sprecher bestätigte die Entscheidung.

Seit der Gründung von Horizon hätten sich die Rahmenbedingungen entscheidend verändert, erklärte die britische RWE-Tochter Npower. Infolge der Wirtschaftskrise sei Kapital für Großprojekte knapp geworden. Das gelte vor allem für AKW-Neubauten, die lange Vorlauf- und Amortisationszeiten hätten.

RWE steigt ganz aus Atomprojekten aus
Der beschleunigte Atomausstieg in Deutschland habe den Spielraum eingeschränkt. „Angesichts der nachhaltigen Unterstützung unserer Entwicklungsarbeit, insbesondere auf der Insel Anglesey, glauben wir weiterhin fest daran, dass die Kernenergie im zukünftigen Energiemix Großbritanniens eine wichtige Rolle spielen wird“, sagte Npower-Chef Volker Beckers.

E.On verfolgt nach eigenen Angaben derzeit noch ein AKW-Projekt in Finnland. „E.On ist dort minderheitlich an einem Konsortium beteiligt“, sagte Sprecher Josef Nelles. Bislang sei noch keine Investitionsentscheidung gefallen.

RWE verfolgt nach dem Aus in Großbritannien keine Atomprojekte mehr. Zuletzt war der Essener Konzern aus Projekten in Bulgarien und Rumänien ausgestiegen. RWE hat aber im niederländischen Borssele Anteile am bestehenden Meiler Borssele I. Die Beteiligung kam nach dem Kauf des dortigen Versorgers Essent zustande.

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E.On und RWE treten in Großbritannien als große Energieversorger mit eigenen Kraftwerken auf. Beide Konzerne treiben vor allem den Bau von Offshore-Windparks voran.

E.On UK beschäftigt 13.000 Menschen und versorgt sechs Millionen Haushalte und Geschäfte mit Energie.

Künftige Investitionen seien auf grüne Energie, dezentrale Energieversorgung und Energieeffizienz ausgerichtet, teilte E.On UK mit.

RWE Npower beschäftigt 12.000 Mitarbeiter und hat in den vergangenen drei Jahren 1,4 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und 1,9 Milliarden Euro in Gaskraftwerke investiert.

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