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„Kapitalmarkttag“ E.On plant Milliarden-Investitionen in Netzausbau

Das Logo vom Energiekonzern E.ON ist an der Konzernzentrale in Essen (Nordrhein-Westfalen) zu sehen. Quelle: dpa

In Europa wird künftig immer mehr „grüner Strom“ fließen. E.On will davon profitieren – und plant einen kräftigen Ausbau des Verteilnetzes. Der Energieriese ist sich seiner Sache sicher – und wagt Prognosen bis 2026.

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Acht Monate nach seinem Amtsantritt hat E.On-Vorstandschef Leonhard Birnbaum dem Konzern ein milliardenschweres Wachstumspaket verordnet. Bis 2026 soll Deutschlands größter Energieversorger rund 27 Milliarden Euro investieren, zumeist in den Ausbau der Energie-Verteilnetze.

„E.On startet jetzt eine umfassende Wachstums- und Investitionsoffensive für den Aufbau einer CO2-freien, digitalen Energiewelt“, sagte der 54-Jährige am Dienstag. Den Aktionären versprach der promovierte Chemieingenieur bei einem „Kapitalmarkttag“ für Investoren ein jährliches Wachstum des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund vier Prozent auf schließlich rund 7,8 Milliarden im Jahr 2026.

E.On ist in Deutschland der größte Strom- und Gasanbieter und der mit Abstand größte Verteilnetzbetreiber. In Europa zählte der Konzern Ende Juni mehr als 52 Millionen Kunden, 14 Millionen davon in Deutschland.



Von den 27 Milliarden Euro will E.On 22 Milliarden in den Ausbau der Energienetze investieren. Diese Strom- und Gasnetze sind reguliert. Das bedeutet, dass zum Beispiel in Deutschland die Bundesnetzagentur festlegt, unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis Strom- und Gasanbieter die Netze zur Belieferung nutzen können. Die Behörde achtet dabei nach eigenen Angaben darauf, „dass die Netzbetreiber die großen Aufgaben der Energiewende meistern können, ohne dabei Verbraucherinnen und Verbraucher finanziell übermäßig zu belasten“.

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    E.On geht davon aus, in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Erneuerbare Energien mit einer Kapazität von 35 bis 40 Gigawatt an die eigenen Netze anzuschließen. „Jede dieser Anlagen hilft uns, die Klimaziele von Paris zu erreichen. Hinzu kommt der Ausbau für Millionen Wärmepumpen, Batteriespeicher und die Elektromobilität“, sagte der für Netze zuständige E.On-Vorstand Thomas König. Rund 2 der 22 Milliarden Euro will das Unternehmen in die Digitalisierung von Netzplanung, -überwachung und -steuerung stecken.

    Die übrigen rund 5 Milliarden Euro will E.On in den Ausbau der Geschäfte mit sogenannten Kundenlösungen investieren, also den Vertriebsbereich. „Digitalisierung ist auch hier der entscheidende Faktor: Wir werden bis 2026 in allen Märkten über eine digitale Plattform verfügen und darüber alle unsere Kunden effizient und kundenfreundlich bedienen“, sagte der für den Vertrieb zuständige Vorstand Patrick Lammers.

    Geld verdienen will Eon auch mit nachhaltigen Energiesystemen in Häusern und bei der E-Mobilität. Das Unternehmen kündigte den Bau von rund 5000 Schnellladepunkten bis 2026 an. Weiteres Wachstumspotenzial sieht E.On in der Wasserstoffwirtschaft. Im Blick hat das Unternehmen dabei vor allem den industriellen Mittelstand.

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    Das Unternehmen bestätigte seine Dividendenpolitik. Für 2021 schlägt E.On eine Dividende von 49 Cent je Aktie vor (Vorjahr: 47 Cent). Bis 2026 soll die jährliche Ausschüttung je Aktie um bis zu 5 Prozent wachsen.

    Mehr zum Thema: Auf dem Kapitalmarkttag des Energieriesen präsentiert erstmals der neue Chef des Energieriesen E.On die Strategie. Ins Grüne soll's gehen, klar. Und hoch hinaus, auch klar. Nur: Wo genau soll das Wachstum herkommen?

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