Kosten der Energiewende Strompreise können um ein Drittel steigen

Die Energiewende in Deutschland wird nach Einschätzung des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall länger dauern als vorgesehen und könnte Strom fast um ein Drittel verteuern.

Das bittere Fazit aus einem Jahr Energiewende
Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG im brandenburgischen Jänschwalde (Spree-Neiße) Quelle: dpa
Freileitungen verlaufen in der Nähe eines Umspannwerkes bei Schwerin über Felder Quelle: dpa
Die Flagge Österreichs weht auf einem Hausdach Quelle: dpa
Ein Strommast steht neben Windkraftanlagen Quelle: AP
Windräder des Windpark BARD Offshore 1 in der Nordsee Quelle: dpa
Eine Photovoltaikanlage der Solartechnikfirma SMA Quelle: dpa
Euroscheine stecken in einem Stromverteile Quelle: dpa
Ein Stop-Schild steht vor dem Kernkraftwerk in Biblis Quelle: dapd
Ein Stromzähler misst den Energieverbrauch eines Haushaltes Quelle: dpa
Das Logo des Energieunternehmens Gazprom Quelle: dapd
Stromausfall in einem Privathaushalt Quelle: dpa
Blitze erhellen die Nacht über einem Strommast auf einem Feld Quelle: dpa
Ein Angesellter begutachtet während seiner Arbeit Gaspipelines Quelle: REUTERS
Blick aus einem Kleinflugzeug auf die Wasserdampfsäulen, die aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG aufsteigen Quelle: dpa

"Wir müssen davon ausgehen, dass die Gestaltung der Energiewende länger dauert als geplant", sagte Europa-Chef Tuomo Hatakka der "Süddeutschen Zeitung". Schuld seien Verzögerungen bei wichtigen Großprojekten, etwa dem Anschluss der Windparks auf hoher See. Trotzdem werde es in den kommenden zehn Jahren keine Engpässe bei der Stromversorgung geben, sagte der Finne.

"Lediglich im Süden Deutschlands gibt es Problemzonen", ergänzte er. Dort müssten neue Kraftwerke gebaut werden. Die Strompreise würden bis 2020 um bis zu 30 Prozent steigen, sagte Hatakka. Denn allein in den nächsten zehn Jahren seien für die Energiewende Investitionen von 150 Milliarden Euro nötig: "Ein Großteil dieser Kosten wird qua Gesetz auf die Stromrechnung umgelegt werden."

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Auch der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns RWE, Peter Terium, erwartet weiter steigende Strompreise. Die Energiewende gebe es nicht zum Nulltarif, sagte Terium der "Bild"-Zeitung. Der Ausbau der Stromleitungsnetze sei kostspielig, konventionelle Energieträger wie Kohle und Gas würden teurer und die Förderung der Erneuerbaren Energien nehme zu. Deswegen gehe der Strompreis nach oben.

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