Park Meerwind Süd/Ost Blackstone will offenbar Nordsee-Windpark verkaufen

Laut Insidern hat Blackstone eine Investmentbank damit beauftragt, einen Käufer für den Nordsee-Windpark Meerwind Süd/Ost zu finden. Er könnte mehr als 1,4 Milliarden Euro einbringen. Interessenten soll es schon geben.

Nördlich von Helgoland liegt der Windpark Meerwind Süd/Ost. Quelle: obs

Einer der größten Windparks vor der deutschen Nordsee-Küste steht Insidern zufolge zum Verkauf. Der US-Finanzinvestor Blackstone habe eine Investmentbank beauftragt, einen Käufer für den Windpark "Meerwind Süd/Ost" 23 Kilometer nördlich der Insel Helgoland zu finden, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der 2014 ans Netz gegangene "Meerwind" hat 1,3 Milliarden Euro gekostet und war der erste deutsche Windpark auf hoher See, der komplett mit privatem Kapital finanziert worden war. Gemessen an den Erlösen für die jüngsten Windpark-Projekte könnte Meerwind mehr als 1,4 Milliarden Euro einbringen.

Der aus 80 Turbinen bestehende Nordsee-Windpark mit einer installierten Leistung von 288 Megawatt kann bis zu 360.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Elektrizität wird bis 2027 ins Netz der niederländischen TenneT eingespeist. Blackstone gehören 80 Prozent der Bremerhavener WindMW GmbH, die "Meerwind" besitzt, 20 Prozent liegen bei der Berliner Windland Energieerzeugungs GmbH.

Die 15 aussichtsreichsten Windparkprojekte vor Deutschlands Küsten

WindMW ist gerade dabei, seine Schulden zu refinanzieren. Geplant sind zwei Anleihen über insgesamt eine Milliarde Euro, die bis 2021 und 2027 laufen und wegen der garantierten Einspeisevergütung von der Ratingagentur S&P mit einer Bewertung von "BBB-" als sichere Anlage eingestuft werden.

Für Meerwind interessieren könnten sich Infrastruktur-Investoren wie Borealis oder Global Infrastructure Partners (GIP), der Eigentümer des Nordsee-Windparks "Gode Wind 1". Auch Versicherer wie Allianz und Münchener Rück haben auf der Suche nach langfristigen Investitionschancen ihre Vorbehalte gegen Windparks auf hoher See zuletzt abgelegt.

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Der drittgrößte deutsche Stromversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) will sein Engagement in Windparks ebenfalls ausbauen, wie er am Freitag mitteilte.

WindMW war für eine Stellungnahme am Freitag zunächst nicht erreichbar, Blackstone und Windland wollten sich zu den Plänen nicht äußern.

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