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Quartalsbericht E.On verliert in Großbritannien 400.000 Kunden

E.On verliert in Großbritannien 400.000 Kunden Quelle: dpa

Der schwierige britische Markt bereitet dem Energieriesen E.On weiter Probleme und hat im ersten Halbjahr für einen Ergebnisrückgang im Geschäft mit Kundenlösungen gesorgt.

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Der Energiekonzern E.On hat im ersten Halbjahr auf dem hart umkämpften britischen Markt weiter Federn lassen müssen. Vor allem die neu eingeführten Preisobergrenzen führten dort zu deutlichen Einbußen, teilte der Essener Konzern mit. „Wir haben im ersten Halbjahr in Großbritannien rund 400.000 Kunden verloren“, sagte Finanzchef Marc Spieker in einer Telefonkonferenz.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz im ersten Halbjahr zwar um rund 5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sank allerdings im Vergleich zum starken Vorjahr um 12 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag mit rund 0,9 Milliarden Euro 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) im britischen Vertriebsgeschäft sei in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 65 Prozent auf 71 Millionen Euro geschrumpft.

Zuletzt habe man aber eine Stabilisierung erreicht. Die Prognose für das bereinigte Ebit und den bereinigten Konzernüberschuss hat das Management für das laufende Jahr bestätigt. Der Konzern werde im Gesamtjahr auf dem Markt schwarze Zahlen schreiben, versicherte der Manager.

Auch mit der Übernahme von Innogy komme E.On wie geplant voran, hieß es von Seiten des Energiekonzerns. Rund anderthalb Jahre nach der angekündigten Übernahme der RWE-Tochter Innogy sieht sich E.On-Chef Johannes Teyssen kurz vor dem Ziel: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir wie geplant die Freigabe aus Brüssel erhalten werden und die Transaktion im September dieses Jahres abschließen können“, schrieb Teyssen den Aktionären in dem veröffentlichten Halbjahresbericht. Die zugesagten Synergien würden ohne Wenn und Aber erreicht. E.On will im Zuge des Deals mit RWE von Innogy das Netz- und Vertriebsgeschäft übernehmen.

Größter Gewinnbringer im abgelaufenen Quartal war für E.On erneut das Netzgeschäft mit einem Ebit von rund einer Milliarde Euro – ein Rückgang um drei Prozent. Die Ökostromsparte konnte um 17 Prozent auf 275 Millionen Euro zulegen. Der Konzern bestätigte seine Prognosen und den Dividendenvorschlag für das laufende Geschäftsjahr. Danach soll etwa das bereinigte Ebit bei 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro liegen.

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