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Rolf Martin Schmitz RWE plant bis 2045 mit Kohle

Exklusiv
RWE plant laut Martin Schmitz bis 2045 mit Kohle Quelle: dpa

RWE-Chef Schmitz hofft, dass die Kohlekommission im Streit um den Kohleausstoß noch vor dem UN-Klimagipfel zu einer Entscheidung kommt. Die Pläne des Konzerns mit dem fossilen Brennstoff gehen deutlich darüber hinaus.

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Im Streit um den Ausstieg aus der Kohleverstromung hofft RWE-Chef Rolf Martin Schmitz auf eine Entscheidung der Kohlekommission noch vor dem UN-Klimagipfel in Polen Mitte Dezember. „Ich hoffe, die Kommission kommt auf ihrer letzten Sitzung am 12. Dezember zu einem Ergebnis, das dieses Thema insgesamt befriedet“, sagte Schmitz der WirtschaftsWoche. „Beschäftigte, Politik, Wirtschaft und Regionen brauchen endlich Planungssicherheit.“

Gleichzeitig betont Schmitz, die Pläne von RWE mit der Kohle gingen bis 2045: „25 Jahre für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung sind nicht besonders lang“, sagte der Energiemanager. Der Ausstieg aus der Steinkohle habe 30 Jahre gebraucht.

„Internationale Investoren vermissen verlässliche Rahmenbedingungen“

Nach dem vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst muss sich der RWE-Chef derweil kritischen Fragen von Investoren stellen. „Angelsächsische Investoren beklagen, die Bedingungen in Deutschland seien nicht mehr verlässlich. Deutschland sei zu unsicher geworden für ausländische Investoren“, sagte Schmitz. „Internationale Investoren nehmen Deutschland als Staat wahr, in dem verlässliche Rahmenbedingungen und klare Zielbilder fehlen.“   

RWE-Chef Schmitz fordert mehr Ausschreibungen für den Ausbau von Ökostrom in Deutschland

Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil von Ökostrom an der Stromerzeugung bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen, hält Schmitz für sehr ambitioniert. „Für den Ausbau der Erneuerbaren braucht man Auktionen. Aber diese Auktionen gibt es derzeit nicht“, sagte der RWE-Chef der WirtschaftsWoche. Ohne klare Rahmenbedingungen, die Unternehmen 10 bis 15 Jahre eine Investitionssicherheit geben würden, werde niemand in Deutschland in Erneuerbare investieren, sagt der Chef des Essener Energiekonzerns.

Ab 2202 will RWE pro Jahr 1,5 Milliarden Euro in neue Projekte investieren. „Gute Optionen sehen wir in den USA, dort gibt es allein wegen der großen Fläche andere Möglichkeiten als in Deutschland“, sagte Schmitz dem Wirtschaftsmagazin.

Sie lesen eine Vorabmeldung der WirtschaftsWoche. Das ausführliche Interview mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz finden Sie hier.

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