Siemens kritisiert Osram Siemens geht auf Konfrontationskurs

Siemens ist unzufrieden mit seiner früheren Lichtsparte Osram: Als größter Anteilseigner zeigte sich der Elektronikkonzern erbost über den eingebrochenen Aktienkurs Osrams.

Was alles einmal zu Siemens gehörte
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Kaffee tropft aus einem Kaffee-Vollautomaten in eine Tasse Quelle: dapd
Gigaset-Telefone Quelle: dapd
Stopp-Schild vor einem Gebäude mit dem Benq-Logo Quelle: AP
Schild Nokia Siemens Networks Quelle: dpa
Infineon-Fabrik Quelle: REUTERS

Siemens geht immer stärker auf Konfrontationskurs zu seiner früheren Lichtsparte Osram. „Der Wert der Beteiligung von Siemens an Osram ist in der Folge des Strategieschwenks von rund 940 Millionen Euro auf rund 680 Millionen geschrumpft“, klagte der Elektrokonzern als größter Anteilseigner am Mittwoch in München.

Er sei mit dem Aktienkurs von Osram unzufrieden. Der strategische Wandel habe „Siemens und den Markt unvermittelt getroffen“.

Osram-Chef Olaf Berlien hatte im November angekündigt, in Malaysia für eine Milliarde Euro eine große LED-Chipfabrik zu errichten und das Geschäft bei der Allgemeinbeleuchtung kräftig auszubauen. Der Aktienkurs brach daraufhin um ein Drittel ein.

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Berlien hatte in einem „Handelsblatt“-Interview betont, der Siemens-Vertreter im Kontrollgremium unterstütze die Strategie aktiv. Siemens-Vorstand Roland Busch ist stellvertretender Aufsichtsratschef bei Osram.

Nun erklärte Siemens, Busch müsse als Aufsichtsratsmitglied im Interesse von Osram handeln und Informationen vertraulich behandeln. Der Siemens-Vorstand sei über Inhalt und Zeitpunkt von Osrams Mitteilung vorher nicht informiert gewesen.

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