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Solar-Analyst Jaisfeld "Die Marktbereinigung hat erst begonnen"

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Thema Schuldenkrise

Inwiefern ist denn die Schuldenkrise ein Thema in der Solarbranche?

Die Schuldenkrise belastet die Branche zusätzlich. Spanien zum Beispiel war vor der Finanzkrise der größte Markt für die Solarmodulhersteller. Mit den plötzlichen Schuldenproblemen des Landes wurde dieser Markt praktisch über Nacht gekappt. Oder die USA: Politisch wurde die Energiewende ausgerufen, doch durch die Finanz- und Schuldenkrise fehlte plötzlich des Geld für die Umsetzung. Viele große Projekte – wie etwa in Kalifornien – verzögern sich deshalb.

Energie



Finden denn die deutschen Solarunternehmen nicht außerhalb des Landes bessere Bedingungen vor?

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    Die wichtigsten Märke bleiben schon jene, in denen die Subventionen sprudeln, also die europäischen Länder oder die USA. Auch die Türkei, Südafrika, Mexiko, Brasilien, vor allem aber China und Indien bauen die Solar- und Windenergie aus. Aber das Geld ist knapper geworden. Und in Asien – allen voran in China mit den hohen Solarsubventionen - kommen die westlichen Solarunternehmen gar nicht zum Zuge, die Aufträge gehen an chinesische Firmen.

    Helfen nicht die Großprojekte, die längst geplant sind, den Unternehmen aus dem Tief?

    Solarparks werden auch weiter gebaut. Einige Wettbewerber wie etwa die amerikanische Sunpower profitieren auch davon, dass sie gemeinsam mit großen Energieversorgern solche Projekte umsetzen. Die Großprojekte haben auch kein Finanzierungsproblem. Allerdings kommen sie oft nur schleppend voran. Die Unternehmen sind es, die Probleme haben, sich zu refinanzieren. Die Geldgeber scheuen das Risiko.

    Ist denn beim Preisverfall für Solarmodule nicht auch bald mal ein Boden erreicht?
    Der schnelle Preisverfalls wird weiter anhalten. Ich vermag nicht zu sagen, ob die Preise für Solarmodule in diesem Jahr um zehn oder 30 Prozent fallen – wahrscheinlich jedoch eher letzteres.

    Andererseits sorgen billige Solarmodule ja auch dafür, dass Sonnenstrom in der Herstellung konkurrenzfähig zu anderen Stromarten – etwa aus Kohle oder Gas – wird, die sogenannte Grid Parity. Dann lohnt sich Solarstrom auch ganz ohne Subventionen.

    Die Grid Parity wird viel früher erreicht sein, als noch vor ein paar Jahren vorausgesagt. Aber die Sache hat einen Haken. Zwar werden die Erzeugungskosten für den Strom aus Sonnenkraft bald konkurrenzfähig zu anderen Energieträgern wie Kohle oder Gas sein. Aber der Strom entsteht nicht unbedingt dann, wenn er gebraucht wird. Das Problem bleibt daher die Stromspeicherung. Und die ist immer noch recht teuer. Die Solarbranche hat also ein ähnliches Problem wie die Hersteller von Elektroautos.

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