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Solarindustrie Einer gegen 1,3 Milliarden

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Chinesen weisen Vorwürfe zurück

Solarworld fordert Strafzölle von über 100 Prozent auf Importe von Solarzellen und Modulen aus China Quelle: dpa

In der Klageschrift wirft Solarworld der chinesischen Konkurrenz außerdem vor, gegen Sozial-, Qualitäts- und Umweltstandards verstoßen zu haben, die für die Produktionsstätten in den USA und Deutschland vorgeschrieben seien. Solarworld und seine Mitstreiter fordern Strafzölle von über 100 Prozent auf Importe von Solarzellen und Solarmodulen aus China in die USA.
Chinesische Solarmanager bestreiten dagegen hartnäckig, übermäßige Förderungen zu kassieren und kritisieren den Vorstoß der CASM scharf.

„Ziehen Sie ihre unangemessene Petition freiwillig zurück“, hieß es von Seiten des chinesischen Fotovoltaikverbandes. Und weiter: „Es ist ein Gesetz der Marktwirtschaft, dass gewisse Unternehmen und Technologien zurückbleiben und vom Markt eliminiert werden.”

Auch die großen Hersteller aus China, darunter Suntech Power und Trina Solar, wiesen die Vorwürfe von Solarworld und der CASM entschieden zurück. „Im Sinne der globalen Entwicklung der PV Industrie und der Umwelt fordern wir Solarworld und die Unternehmen von denen Solarworld behauptet, dass sie seine Aktion unterstützen auf, ihre unangemessene Petition freiwillig zurückzuziehen.”

Wer unterstützt Solarworld?
Tatsächlich bleibt bisher offen, welche Verbündeten Solarworld tatsächlich hat. Laut Informationen des Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin sei die Rechtsvertreterin, die US-Anwaltskanzlei Wiley Rein LLP, nur für Solarworld Industries America tätig. Zudem habe die ITC die Beschwerde am 19. Oktober (Investigation Nos. 701-TA-481 and 731-TA-1190) ebenfalls nur für Solarworld Industries America registriert.

Die Stellungnahme der chinesischen Fotovoltaik-Branche schließt mit einer Aufforderung an alle heimischen Unternehmen: „Wir fordern alle chinesischen PV-Hersteller dringend auf, sich aktiv gegen die unvernünftige Petition zu verteidigen und jede vernünftige Anstrengung zu unternehmen die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen PV-Hersteller zu schützen.“


Mitstreiter mit politischem Gewicht
Prominente Unterstützung erhielt Asbeck überraschend zu Beginn dieser Woche: Eine der größten US-amerikanischen Gewerkschaften, die United Steelworkers (USW), schloss sich der Klage der CASM an. Die United Steelworkers haben rund 850.000 Mitglieder und damit gehöriges politisches Gewicht in Washington. Die Gewerkschaft teilte mit, dass man in einem Brief an das US-Handelsministerium und die Handelskommission ITC die Klage der CASM unterstütze.

„Leider handelt China noch immer entgegen der Auflagen der WTO. Dies stört die Entwicklung unseres nationalen Energiesektors und geht zu Lasten der amerikanischen Arbeitsplätze in der Industrie der Erneuerbaren”, erklärte Leo Gerard, Präsident der USW, in einem Brief an die Internationale Handelskommission.

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