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Solarstrom Neuregelung der Solarförderung verfehlt ihre Wirkung

Die Novelle der Sonnenstromförderung sollte die Milliardensubventionen für die Solarbranche begrenzen. Doch durch ein Schlupfloch bringt die Änderung statt einer Entlastung neue Kosten.

Wohnhaus mit Sonnenkollektoren Quelle: AP

Eigentlich sollte die Kürzung der Einspeisevergütung den Subventionswahn bei Solarstrom beenden. Das versprach Umweltminister Norbert Röttgen. Um 16 Prozent senkt er die Hilfen von Sommer an, was Haushalte ermuntern wird, ihren Solarstrom selbst zu verbrauchen. Doch nun errechneten Experten des Freiburger Öko-Instituts und des Branchendiensts Photon, dass die Kürzung normalen Stromkunden und öffentlichen Kassen durch die Hintertür neue Milliardenlasten aufbürdet. Demnach kostet jede Kilowattstunde selbst genutzten Sonnenstroms die Allgemeinheit künftig rund 31,5 Cent. Würde die Energie eingespeist, lägen die Kosten bei rund 28 Cent. Die Zusatzkosten entstehen vor allem durch Einnahmeausfälle.

Sind doch für selbst verbrauchten Solarstrom weder Stromsteuer noch Netzentgelte oder Konzessionsabgaben an die Kommunen fällig. Werden bis Ende nächsten Jahres nur fünf Gigawatt zusätzliche Solarkapazitäten auf deutschen Dächern installiert, belastet das den Rest der Republik in den nächsten 20 Jahren um zusätzliche zwei Milliarden Euro. Dabei rechnen Branchenkenner sogar mit deutlich mehr neuen Dachkraftwerken. Öko-Institut-Experte Felix Matthes befürchtet zudem eine stärkere Belastung der Stromnetze. Sein Urteil über die Neuregelung der Solarförderung: „Energiepolitischer Blödsinn.“

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