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Solarwirtschaft Do-it-yourself killt Centrotherm

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LG setzt auch eigene Anlagen

Die Sonnenkönige der Solarbranche
Wer hat auf dem schrumpfenden Solarmarkt noch eine Chance? Das Zentrum für Solarmarktforschung (ZFS) hat exklusiv für die WirtschaftsWoche die Zukunftssaussichten der deutschen Solarindustrie unter die Lupe genommen. Und das ist das Ergebnis.... Quelle: dpa
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Und Unternehmen, die es sich theoretisch leisten könnten in nagelneue Anlagen zu investieren, bauen ihre Maschinenstraßen lieber selbst. Wie etwa der koreanische Solarzellen und –modulhersteller LG Solar, der erst vor rund zwei Jahren in die Solarbranche eingestiegen war.

Seinerzeit, so berichtet Michael Harre, Chef von LG Solar in Europa, habe LG die ersten Fertigungslinien im südkoreanischen Gumi von Centrotherm gekauft. Das seien zwar für den Anfang sehr gute Anlagen gewesen, aber dennoch nicht so gut, dass LG sie dauerhaft habe weiterbetreiben wollen. „Dann haben wir angefangen, eigene Maschinenstraßen zu entwickeln,“ sagt Harre. Möglich wird das durch die Einbindung der LG-Solarsparte in einen gigantischen Elektronikkonzern, der auf die Herstellung von Massenware spezialisiert ist. Zudem beschäftigen sich von den 500 Mitarbeitern der Solarsparte bei LG alleine 250 Mitarbeiter mit Forschung und Entwicklung.

Mit den selbst entwickelten Fertigungslinien sei LG Solar nun in der Lage, sowohl preiswertere als auch Module mit deutlich höheren Wirkungsgraden herzustellen, berichtet Harre. Am Jahresende soll die neue, selbst entwickelte Hochleistungsfertigungslinie an den Start gehen und im kommenden Jahr dupliziert werden. Harre: „Unsere älteste Fertigungslinie ist dann nicht älter als anderthalb Jahre.“

Ein großer Kunde weniger für den angeschlagenen schwäbischen Maschinenbauer.

Restrukturierungen bei Centrotherm

Unterdessen berief der Centrotherm-Aufsichtsrat Jan von Schuckmann als Chief Restructuring Officer in den Vorstand. Er übernehme mit sofortiger Wirkung sein Amt, um die weitere Umsetzung des Restrukturierungsprogramms „ct focus“ sowie die laufenden Gespräche mit den Banken über die künftige Finanzierung zu begleiten, teilte das Fotovoltaik-Unternehmen aus Blaubeuren mit. Jan von Schuckmann verfüge bereits über 15 Jahre Erfahrung bei Restrukturierungen. Zuletzt habe 2002 bis 2011 als Vorstandschef die strategische Neuausrichtung der Herlitz AG verantwortet.

Energie



Überdies habe sich der Firmengründer und langjährige Vorstand Hans Autenrieth entschlossen, im Zuge der Restrukturierung aus dem Gremium auszuscheiden. Er werde dem Fotovoltaik-Anlagenbauer aber weiter beratend zur Verfügung stehen, teilte Centrotherm weiter mit. Er beabsichtige zudem, sich in den Aufsichtsrat wählen zu lassen.

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