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Solarworld Showdown am Gründonnerstag?

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Droht trotz US-Spezialisten die Insolvenz?

Die Sonnenkönige der Solarbranche
Wer hat auf dem schrumpfenden Solarmarkt noch eine Chance? Das Zentrum für Solarmarktforschung (ZFS) hat exklusiv für die WirtschaftsWoche die Zukunftssaussichten der deutschen Solarindustrie unter die Lupe genommen. Und das ist das Ergebnis.... Quelle: dpa
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„Eine Klage von Hemlock liegt uns bisher weder vor, noch kommentieren wir gegebenenfalls schwebende juristische Verfahren“, sagt ein Solarworld-Sprecher zu dem Vorgang.  „Die in der Pressemitteilung von HLC verwendeten Zitate sind unzutreffend. Derartiges wurde nicht gesagt, zumal die angesprochenen Szenarien in Anbetracht der bestehenden Konzernverträge auch gar nicht umsetzbar wären.“

Anlass zur Sorge gibt jedoch der vergleichsweise geringe Streitwert. Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit einem der weltweit renommiertesten Siliziumhersteller zu riskieren, werten Branchenkenner als weiteres starkes Indiz für die sehr angespannte Finanzlage bei Solarworld.

Derweil zieht sich das Ringen um das finanzielle Überleben bei Solarworld in die Länge. Die Veröffentlichung der Bilanz ist vorerst verschoben. Insolvenzexperten erwarten, dass nun bis Ostern eine Lösung gefunden werden muss, sich der Konzern aber auch auf Alternativen wie ein Schutzschirmverfahren vorbereitet. In der Vergangenheit wurden Informationen über Insolvenzen nicht selten an einem Freitag publik.

Auch beim Drogeriediscounter Schlecker platzte die Bombe an einem Freitag. Der Grund: Alle Beteiligten haben über das Wochenende erst mal Zeit, die Mitarbeiter zu beruhigen und Gespräche mit Beteiligten wie Lieferanten oder Banken zu führen. Bei börsennotierten Unternehmen droht zudem kein tagelanges Kurs-Massaker.  

Energie



Neben dem Sanierungsspezialisten und Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch von der Kanzlei Görg hat Asbeck zudem die Experten der US-Investmentbank Houlihan Lokey mandatiert. „Die Erfolgsbilanz von Houlihan Lokey ist wenig überzeugend“, sagt Solarexperte Hummel. So hätten 2011 die beiden Solarkonzerne Solon und Q-Cells die US-Spezialisten in der Krise für die finanzielle Restrukturierung engagiert.

Beide Solarfirmen gingen dennoch wenig später in die Insolvenz. Zugute halten könne man Houlihan Lokey, dass sie nach der Insolvenz einen Käufer für die Pleite-Unternehmen fanden. Hummel: „In beiden Fällen waren die Verkaufspreise jedoch gering und die Quote für die Gläubiger daher auch.”

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