Übernahme durch Fortum Uniper bleibt beim Nein

Noch einmal wurde intensiv geprüft, das Ergebnis bleibt aber das gleiche: Die frühere E.On-Kraftwerkstochter Uniper lehnt die Übernahme durch Fortum ab. Uniper-Chef Schäfer gibt sich aber auch versöhnlich.

Energiekonzern Uniper bleib beim Nein: Keine Übernahme durch Fortum. Quelle: dpa

Der Energiekonzern Uniper hat auch nach einer intensiven Prüfung das rund acht Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot des finnischen Versorgers Fortum abgelehnt. Vorstand und Aufsichtsrat seien der Auffassung, dass die Offerte nicht im Interesse von Uniper, ihren Aktionären, Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern sei, teilte die frühere E.On-Kraftwerkstochter am Dienstag mit.

Den Aktionären werde daher empfohlen, das Angebot nicht anzunehmen. "Das Angebot von Fortum ist nicht akzeptabel, da es den tatsächlichen Wert von Uniper nicht widerspiegelt", sagte Konzernchef Klaus Schäfer. Die Entscheidung fiel dem Unternehmen zufolge ohne Gegenstimmen.

Trotz anhaltenden Widerstands gegen das Übernahmeangebot von Fortum schlägt Uniper-Chef Klaus Schäfer versöhnlichere Töne gegenüber dem finnischen Versorger an. Wichtig sei, gemeinsam mit Fortum einen Weg zu finden, das künftige Verhältnis beider Unternehmen zu klären, sagte Schäfer auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf laut Redetext. Er habe mit Fortum-Chef Pekka Lundmark vereinbart, sich über die künftige Beziehung auszutauschen. Wichtig sei, eine Vereinbarung zu treffen, die rechtlich belastbar sei, Klarheit für Mitarbeiter und Aktionäre schaffe und für Uniper und Fortum akzeptabel sei.

Fortum will Anfang 2018 E.On dessen verbliebenen Uniper-Anteil von 47 Prozent für 22 Euro je Aktie beziehungsweise 3,8 Milliarden Euro abkaufen. Am 7. November hatten die Finnen auch den übrigen Aktionären ein Angebot in derselben Höhe unterbreitet. Die Uniper-Aktie notierte in den vergangenen Wochen bei knapp 24 Euro.

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