Unter Druck E.On verkauft deutsches Braunkohlerevier

Der Energiekonzern E.On will sich offenbar von Braunkohle-Geschäften trennen. Der Düsseldorfer Versorger werde in Kürze das Braunkohlerevier Helmstedt verkaufen.

Boehringer Ingelheim legt Sparprogramm auf
Boehringer IngelheimDeutschlands zweitgrößter Arzneimittelhersteller will seine Kosten deutlich senken. Der Konzern habe sich das Ziel gesetzt, insgesamt 15 Prozent in Deutschland einzusparen, erklärte eine Sprecherin der
AudiUnter dem Eindruck sinkender Erträge stellt Audi seine Mitarbeiter auf Einsparungen ein. Das neue Programm
DaimlerKonzernchef Dieter Zetsche legt beim Sparprogramm
VolkswagenLange Gesichter auch bei Volkswagen. Chef Martin Winterkorn hat seine Führungskräfte auf milliardenschwere Sparbemühungen eingeschworen: fünf Milliarden Euro bis 2017. So will der Chef die anvisierten sechs Prozent Umsatzrendite in der VW-Pkw-Sparte bis 2018 doch noch schaffen. Vergangenes Jahr kamen aber nur 2,9 Prozent zusammen. Winterkorn hatte das Ziel ausgegeben bis 2018 Weltmarkführer werden zu wollen, die Rendite ist wichtiger Teil der Strategie. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, sollen die Einsparungen unter anderem beim Einkauf sowie geringeren Investitionen und Fixkosten erreicht werden. Winterkorn beklagte zudem zu hohe Aufwendungen beim Bau neuer Fabriken sowie dem Anlauf von neuen Modellen. Quelle: dpa
BMWDer Autobauer will einem Magazinbericht zufolge mit einem neuen Sparprogramm Milliarden einsparen. Bis 2020 sollten die Kosten um mindestens drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr sinken, berichtete das
Siemens Programm
DaimlerDas Sparprogramm „Fit for Leadership (F4L)“ ist als eine Art Zwei-Stufen-Modell angelegt. Kurzfristig will der Autobauer dadurch in seiner Pkw-Sparte bis Ende 2014 rund zwei Milliarden Euro sparen. Im Lkw-Bereich sollen es insgesamt 1,6 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen Ersparnisse in der Bussparte. In den darauffolgenden Jahren möchte der Konzern dann weiter von den eingeleiteten Sparmaßnahmen profitieren. Entlassungen sind Daimler zufolge dabei vorerst kein Thema - freiwerdende Stellen werden aber möglicherweise nicht neu besetzt und ältere Mitarbeiter über Alterszeit früher aus dem Unternehmen ausscheiden. Daimler will Entwicklung, Produktion und Vertrieb effizienter machen. Im für die Schwaben problematischen Markt China sollen die bisher zwei Vertriebsgesellschaften zu einer zusammenwachsen.Auf der Hauptversammlung am 9. April 2014 kündigte Chef Zetsche an, das Sparprogramm auszuweiten. „Über alle Geschäftsfelder hinweg zeigen unsere Effizienzmaßnahmen Wirkung. Wir werden sie strukturell absichern und ausbauen“, sagte Zetsche. Details zum Umfang weiterer Sparmaßnahmen nannte er nicht. Quelle: dapd

Der Energiekonzern E.On will sich offenbar von Braunkohle-Geschäften trennen. Der Düsseldorfer Versorger werde in Kürze das Braunkohlerevier Helmstedt samt dem Kraftwerk Buschhaus im südöstlichen Niedersachsen an die tschechische EPH verkaufen, berichtete die Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf ein Informationsschreiben an die Mitarbeiter. "Zu laufenden Gesprächen nehmen wir keine Stellung", sagte ein E.On-Sprecher am Sonntag. EPH lehnte eine Stellungnahme ab.
Das Helmstedter Braunkohlerevier umfasst im Wesentlichen das 1985 in Betrieb gegangene Kraftwerk Buschhaus mit einer installierten Leistung von 352 Megawatt und den Tagebau Schöningen. Dort soll noch bis 2016 oder 2017 Braunkohle gefördert werden, dann sind die Vorkommen erschöpft.

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E.On und der zu EPH gehörende Braunkohleschürfer Mibrag haben dem Bericht zufolge bereits eine Grundsatzeinigung erzielt. Allerdings seien "bis zum rechtlich wirksamen Vertragsabschluss noch einige Verhandlungspunkte zu klären", zitierte die Zeitung aus einer schriftlichen Mitarbeiterinformation vom 12. Juli. Dabei gehe es offenbar um die Zukunft bestehender Stromlieferverträge des Kraftwerks Buschhaus mit dem Energiekonzern EnBW.
E.On ist durch die Energiewende unter Druck geraten und veräußert zahlreiche Beteiligungen. So hat sich der Versorger unter anderem von Anteilen an dem russischen Gazprom -Konzern, von Regionaltöchtern und vom Gasnetzbetreiber Open Grid Europe getrennt. Ingesamt peilt E.On-Chef Johannes Teyssen bis zum Ende des Prozesses einen Erlös von 20 Milliarden Euro an.

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