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Energieriese Schwaben stecken Geld in EnBW

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Investoren verlangen Rechtssicherheit Quelle: Haramis Kalfar - Fotolia.com

Leider waren die Kriterien für das Notbewilligungsrecht nicht gegeben, die Entscheidung zum Kauf hätte Zeit gehabt, das Parlament konsultiert werden können. Dieser Umstand, das Fehlen wichtiger Unterlagen zum dubiosen Kauf und die Tatsache, dass Mappus dem Partei-Kollege und Deutschland-Chef von Morgan Stanley, Dirk Notheis, den Deal zugeschustert hat, rief die damalige rot-grüne Opposition auf den Plan. Sie strebte ein Gerichtsverfahren an.

Kürzlich entschied der baden-württembergische Staatsgerichtshof, dass der Milliardendeal gegen die Landesverfassung verstoßen hat. Der damaligen Finanzminister Willi Stächele (CDU) hat wohl deshalb den Rücktritt von seinem Amt als Landtagspräsident angekündigt.

Begeisterung bei Merck ist begrenzt

Inwieweit Mappus - von der verlorenen Landtagswahl und dem Imageschaden einmal abgesehen - an der En-BW-Verstaatlichung zu knabbern hat, ist noch nicht klar. Bei dem Pharmakonzern Merck, dessen Brasiliengeschäft er ab März führen soll, hält man an ihm fest. „Die derzeitige Diskussion um das Urteil des Staatsgerichtshofes beschäftigt sich nicht mit Sachverhalten, die unser Unternehmen betreffen", sagte ein Firmensprecher gegenüber dem Handelsblatt. Mit Stefan Mappus gewinne man eine Führungskraft mit Managementqualitäten und Erfahrung als Ministerpräsident eines großen, wirtschaftlich erfolgreichen Bundeslandes. Mappus soll dort rund 360 Millionen Euro Umsatz verantworten. Bei Merck seien jedoch nicht alle von Mappus Einberufung begeistert.

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