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Engelmanns Eigenhandel

Zinswende in den USA?

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ARCHIV - 500 Kilogramm in 94 Quelle: dpa

Auch eine Reihe hochrangiger Vertreter der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) überraschte in der vergangenen Woche mit einem erstaunlichen Bekenntnis. Ob der Präsident der Fed von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, der von Richmond, Lacker, oder der der regionalen Filiale in Philadelphia, Plosser: Sie alle bekundeten - mehr oder minder deutlich - die amerikanische Notenbank könne die Zinsen unter Umständen anheben, vielleicht sogar schon in diesem Jahr. Dieses Bekenntnis erstaunt auf den ersten Blick fast genauso wie das eines Vielfliegers, unter Flugangst zu leiden.

Immer noch kauft die amerikanische Notenbank unter dem als "quantitative easing" bekannt gewordenen Programm Staatsanleihen der eigenen Regierung und stellt dem Markt damit enorme Mengen Liquidität zur Verfügung. Mit solchen Käufen von U.S. Treasuries ist auch in diesem Quartal weiter zu rechnen, eventuell sogar noch bis in den Herbst hinein. Daher mutet das Bekenntnis der Fed-Oberen, eine Zinserhöhung sei "definitiv auf dem Tisch", noch etwas merkwürdig an.    

Arbeitsmarkt macht Mut

Doch scheint man in der amerikanischen Notenbank der Meinung zu sein, dass eine Erhöhung der Leitzinsen zum Zwecke der Inflationsbekämpfung der Konjunktur nicht ernsthaft schaden werde. Beflügelt werden solcherlei Gedankenspiele auch durch die positiven Nachrichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Der am vergangenen Freitag veröffentlichte, monatliche Arbeitsmarktbericht jedenfalls legt nahe, dass sich die U.S. Wirtschaft nachhaltig von den Tiefschlägen der vergangenen Jahre erholt hat.

Seit dem vergangenen Herbst werden wieder regelmäßig neue Stellen geschaffen, was die nicht nur der Geldwertstabilität, sondern auch dem Wirtschaftswachstum verpflichtete Notenbank in ihren Plänen, sich über kurz oder lang aus der übermäßigen Bereitstellung von Liquidität zu verabschieden, zu ermutigen scheint. 

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