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Erdbeben in Japan Deutsche Unternehmen kommen glimpflich davon

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Bayer

Für den Chemie- und Pharmariesen Bayer sind in Japan insgesamt 3.660 Menschen tätig, darunter auch einige aus Deutschland.

"Generell hat Sicherheit der Mitarbeiter jetzt höchste Priorität", sagte Bayer-Pressesprecher Christian Hartel zu wiwo.de. Mittlerweile sei es gelungen, mit fast allen Kontakt aufzunehmen. Es gebe bisher keine Erkenntnisse, dass Mitarbeiter verletzt seien. Zwar verzeichne Bayer einige Gebäudeschäden, diese sind laut Hartel aber noch nicht bezifferbar.

Laut Angaben des Unternehmens liegen die vier Bayer-Produktionsstandorte ein ganzes Stück außerhalb der Krisenzone, in der Gegend um Osaka und dem Südwesten. Produktionsausfälle gibt es laut Hartel keine "Die Standorte sind ja ein ganzes Stück weit weg vom Epizentrum. Die Produktion läuft normal", sagte Hartel gegenüber wiwo.de.

Bosch

Knapp 8000 Mitarbeiter arbeiten in Japan für den deutschen Bosch-Konzern, davon 130 Deutsche. Der Großteil der Standorte liegt im Großraum Tokio, aber nicht in der Nähe des Atomkraftwerks Fukushima. Bisher hat es laut Unternehmensangaben keine Verletzten gegeben, die Schäden an den Gebäuden sind "überschaubar". Aus Sicherheitsgründen gibt es für Bosch-Mitarbeiter bis zum 15. März einen Reisestopp nach Japan. Es steht Mitarbeitern vor Ort aber frei, wenn sie ausreisen wollen.

Siemens

Der Elektrotechnik-Riese beschäftigt in Japan rund 2500 Mitarbeiter, knapp 100 davon sind Ausländer. Die Siemens-Produktionsstätten sind über ganz Japan verteilt, liegen allerdings nicht im Umkreis des Atommeilers Fukushima. Alle Mitarbeiter sind wohlauf. Sie können laut Unternehmensangaben das Land verlassen, wenn sie wollen – Pläne für den Abzug des Personals aus Japan gibt es allerdings nicht.

BASF

Der Chemiekonzern beschäftigt 1740 Mitarbeiter an 27 Produktions- und 8 Forschungsstandorten in Japan. Nach ersten Erkenntnissen sind bisher keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen. An einem Standort habe es einen Stromausfall gegeben, die Anlagen seien heruntergefahren worden, verlautete das Unternehmen. Größere Schäden habe es an den Standorten bislang nicht gegeben.

Metro

Der Handelskonzern beschäftigt 1000 Mitarbeiter in Japan und betreibt neun SB-Großmärkte im Großraum Tokio. Am Freitag schloss der Konzern alle neun Märkte. An den Gebäuden kam es zu leichten Beschädigungen und teilweisen Zerstörungen. Seit Samstag haben die neun SB-Großmärkte aber wieder geöffnet. In den Metro-Großmärkten gibt es inzwischen vermehrt Hamsterkäufe. "Die Leute bevorraten sich vor allem mit Wasser und Reis, aber auch mit Konserven", sagt ein Sprecher in Düsseldorf. Alles laufe aber relativ ruhig ab. "Bis jetzt haben wir noch keine Lieferengpässe." sagte der Sprecher.

Volkswagen

Volkswagen beschäftigt in Japan rund 600 Mitarbeiter. Laut Auskunft der VW-Pressestelle sind alle Mitarbeiter in Japan unversehrt. An den Gebäuden entstand kein Schaden. Mitarbeiter, die sich vor Ort jetzt um dringende familiäre Situationen kümmern müssen, können von der Geschäftsführung freigestellt werden. Die rund 600 Mitarbeiter von Volkswagen in Japan sind in Tokio (Technik), Toyohashi (Vertrieb) und Hamamatsu (Büro mit Suzuki) beschäftigt. Reisen nach Japan sind bis auf weiteres abgesagt. Mitarbeiter, die von Japan ausreisen möchten, können nach eigener Entscheidung von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Hierfür wird ein Flug organisiert.Aktuell gibt es noch keine Auswirkungen auf die Produktion bei Volkswagen. 

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