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Erotikhändler Beate Uhse: Schwierigkeiten mit TMC-Beteiligung

Die Aussichten des Flensburger Erotikhändlers Beate Uhse verfinstern sich.

Nicht nur der Verkauf von Pornos und Sexspielzeug lahmt seit Jahren. Jetzt deutet sich bei einer der wichtigsten Unternehmensbeteiligungen auch noch erheblicher Abschreibungsbedarf an.

Beate Uhse hält 26,8 Prozent an dem börsennotierten Schweizer Lizenzhändler TMC Content Group. Doch der musste in der vergangenen Woche per Ad-hoc-Mitteilung einen Verlust in Höhe von rund zwölf Millionen Euro bekannt geben.

Das Problem für Beate Uhse: Die tmc-Beteiligung steht laut des letzten verfügbaren Geschäftsberichts mit einem Wert von 23,8 Millionen Euro in den Büchern der Flensburger. Doch dass die Summe angesichts der horrenden Verluste angemessen ist, darf bezweifelt werden. Zumal der Börsenwert des gesamtem Schweizer Unternehmens derzeit kaum mehr als acht Millionen Euro beträgt.

Eine Beate-Uhse-Sprecherin wollte sich zum konkreten Abschreibungsbedarf nicht äußern. Sie kündigte aber an, das tmc „erneut einer Unternehmensbewertung“ unterzogen werde.

Das Resultat dürfte auch die Kreditgeber von Beate Uhse interessieren. Derzeit verhandelt Vorstandschef Serge van der Hooft mit den Banken über die Verlängerung von Darlehen in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro. Beate Uhse hatte Ende 2010 Kreditauflagen verletzt.

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