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Euler Hermes Kreditversicherer rechnet mit Anstieg der Pleiten

Der weltweit größte Kreditversicherer Euler Hermes erwartet 2010 einen weiteren Anstieg der Insolvenzen.

Die Pleitenwelle schwillt noch stärker an. Davon geht Wilfried Verstraete aus, Vorstandschef von Euler Hermes. Die Tochter des Allianz-Konzerns ist der weltgrößte Kreditversicherer und damit eine Art Seismograf der Wirtschaft. In diesem Jahr werde die Zahl der Insolvenzen weltweit „um 33 Prozent wachsen. Für 2010 erwarten wir einen weiteren Anstieg“, sagt Verstraete. Es werde „Bereinigungen geben, wobei die Gefahr besteht, dass es zu Dominoeffekten kommt“. Für sehr dramatisch hält er die Lage im Hoch- und Tiefbau sowie bei den Autoherstellern und deren Zulieferern, „weil es in dieser Branche große strukturelle Überkapazitäten gibt.“

Insgesamt rechnet der Euler- Hermes-Chef für 2009 allenfalls mit einer „Stabilisierung“ der Weltwirtschaft, für 2010 erwartet er eine „sehr schwache Erholung“. „Besonders besorgniserregend“ sei die Entwicklung in Osteuropa. „Wir haben unser Engagement vor allem in Ungarn, Rumänien, Russland, in der Ukraine und in den baltischen Staaten deutlich reduziert. Auch in der Türkei und in Argentinien sieht es schlecht aus.“ Im Kerngeschäft, der Kreditversicherung, schreibt Euler Hermes rote Zahlen. Die Umsätze stagnieren.

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