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Exklusivstudie Taktik gegen die Krise

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IT und alternative Technologien

Containerschiffe: Krise hat Quelle: AP

Herausforderung: Ökotechnologien gelten als Wachstumsmarkt der Zukunft, im klassischen IT-Markt gibt es aber kaum noch Wachstumschancen. Ohne Informationstechnologie läuft zwar nichts, aber die Märkte sind ausgereizt. Der Preisdruck ist hoch, Preiseinbrüche machen insbesondere den Chip-Produzenten zu schaffen.

Siegerstrategie: Auch wenn Solarworld mit seinem Kaufangebot für den Autohersteller Opel abgeblitzt ist und dafür von der Börse gestraft wurde – im Kerngeschäft mit der Solartechnologie ist das Unternehmen strategisch erstklassig aufgestellt. Abgedeckt werden alle Stufen der Wertschöpfung – von der Silizium-Herstellung über die Produktion von Solarzellen bis zur Entwicklung von Solarmodulen. Damit lassen sich hohe Synergieeffekte erzielen und Innovationen schnell in der gesamten Prozesskette umsetzen. Zwar stehen die Exporte im Moment unter Druck, mittelfristig bleibt die Solartechnik aber weltweit ein Boommarkt.

Transport und Logistik

Herausforderung:Die krisenbedingt rückläufige Industrieproduktion und die Konsumschwäche haben den Logistikmarkt voll erwischt, das weltweite Transportaufkommen geht zurück. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzdruck durch wachsende Kapazitäten und neue Anbieter. Doch die Globalisierung wird langfristig weiterhin für wachsende weltweite Warenströme sorgen. Wachstumsmärkte wie China, Indien und Russland werden dereguliert, deutsche Logistikanbieter haben dort gute Chancen. Neue Potenziale ergeben sich außerdem, weil intra- und innerbetriebliche Warenströme immer öfter ausgelagert werden.

Siegerstrategie: Eurokai hat sich eine starke Präsenz im europäischen Container- und Hafenterminalgeschäft gesichert, das erschwert den Markteintritt von Wettbewerbern. Der weltweit sechstgrößte Logistikspezialist ist zudem an zwei Zukunftsprojekten beteiligt: dem Ausbau der Tiefwasserhäfen in Wilhelmshaven und im russischen Ust-Luga, wo zukünftig die größten Containerschiffe der Welt abgefertigt werden.

Maschinenbau und Stahl

Herausforderung: Eine weltweite Marktabkühlung nach fünf Boomjahren hintereinander war auch ohne die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise fällig. Schwächelnde Auftragseingänge und Überkapazitäten drücken auf die Preise und Margen. Für steigende Kosten könnten die Pläne der Europäischen Union zum Emissionshandel und die langfristig wieder steigenden Rohstoffpreise sorgen. Investitionsgüter für regenerative Energiegewinnung boomen aber weiter.

Siegerstrategie: Salzgitter profitiert von seiner ausgewogenen Produktpalette. Produktionsrückgänge bei Flachstahl für die Automobilindustrie werden durch die Röhren- und Handelssparte ausgeglichen. Die Diversifizierung und die Konzentration auf stahlnahe Technologien und auf das Anlagengeschäft zahlen sich jetzt aus. Die gute Eigenkapitalausstattung hilft dem Unternehmen, Durststrecken zu überwinden und günstige Zukäufe zu tätigen. Zudem könnte Salzgitter von Infrastrukturprojekten in Schwellenländern profitieren.

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