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Expertenrat Die Agenda 2010 für Opel

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Dieter Dahlhoff: Marke wiederbeleben

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Für das Produktmarketing ist zunächst entscheidend, dass die deutschen Opel-Entwickler mehr Freiraum erhalten und die Produktentwicklung ungehindert von General Motors und dem amerikanischen Automobilverständnis und Geschmack betreiben können. Nur so können sie für exzellente Qualität sorgen. Gleiches gilt im Marketing: Nur mit neuen Leuten im europäischen Marketing und mehr Selbstständigkeit kann die nötige Marktorientierung und Schnelligkeit erreicht werden.

Die Marke Opel stellt den wesentlichen Wert des Unternehmens dar. Der sogenannte genetische Code der Marke muss wieder ins Bewusstsein von Kunden und Mitarbeitern gebracht werden. Dieser Code setzt sich zusammen aus Ingenieurkunst, Nähe zum Kunden, Volkstümlichkeit und einer Art neuer Bescheidenheit. Diese Werte müssen im Mittelpunkt des Marketing stehen und die bisherige, unsensible und falsche Lifestyle-Sauce ersetzen. Die Opel-Werbung gehörte in den letzten Jahren zum schlechtesten und erfolglosesten Auftritt aller Automobilmarken. Hier wurden Hunderte Millionen Euro zum Fenster hinausgeworfen. Schleunigst muss ein Konzept her, das die neue Produktwelt mit der positiven Vergangenheit der Marke Opel verbindet.

Letztlich fallen die Kaufentscheidungen beim Autohändler. Auch wenn das Händlernetz in Zukunft womöglich ausgedünnt wird, kann Opel mit kämpferischen und unabhängigen Händlern verlorenes Vertrauen der Kunden wieder herstellen. Zusätzlich ist vom Hersteller der Verkauf über viele Absatzkanäle mit innovativen Internet-Vertriebsstrategien gefragt – hier wird Modernität verlangt. Das Preis- und Angebotskonzept muss dringend überarbeitet werden: Zu viel Absatz wurde in der Vergangenheit mit Rabatten erkauft.

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