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EY-Studie Deutsche Konzerne mussten Prognosen 2019 besonders häufig korrigieren

171 Aktiengesellschaften haben im vergangenen Jahr Umsatz- oder Gewinnwarnungen ausgegeben. Eine Branche war dabei besonders häufig betroffen.

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Konzerne mussten Prognosen 2019 besonders häufig korrigieren Quelle: dpa

Deutsche Aktiengesellschaften lagen im vergangenen Jahr besonders häufig daneben, wenn es um die Einschätzung ihrer künftigen Erlöse und Gewinne ging. Von 306 im Prime Standard gelisteten Unternehmen mussten im vergangenen Jahr 171 sogenannte Gewinn- oder Umsatzwarnungen veröffentlichen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Das bedeutet, dass die Firmen ihre selbst gesetzten Ziele nicht mehr für erreichbar hielten.

Die 171 Negativ-Fälle bedeuteten einen neuen Rekord und eine Steigerung um 25 Prozent zum Vorjahr. Im Schnitt wurde der erwartete Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 37 Prozent abgesenkt. Umgekehrt gab es auch 125 Aktiengesellschaften, die ihre Prognosen im Lauf des Geschäftsjahres nach oben schraubten, beim Ebit im Schnitt um 18 Prozent.

Sie wurden an den Börsen mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 4 Prozent am Veröffentlichungstag belohnt, während es bei negativen Änderungen durchschnittliche Kurs-Abschläge von 7 Prozent setzte. Diese hatten auch noch eine Woche später Bestand.

Besonders häufig verfehlten Unternehmen aus der Autobranche die eigenen Ziele: Zehn der zwölf börsennotierten Autohersteller und Zulieferer mussten die Zahlen nach unten korrigieren. „Die weltweite Autokonjunktur entwickelt sich schwach, die technologischen Herausforderungen sind enorm“, erläuterte EY-Partner Marc Förstemann die schwierige Lage.

Auf der anderen Seite machten beispielsweise Immobilienunternehmen, Pharmakonzerne und spezialisierte Technologieunternehmen nach wie vor gute Geschäfte und überträfen bisweilen ihre Prognosen. Nur 88 AGs und damit 29 Prozent kamen 2019 ohne Änderung ihrer Prognosen aus.

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