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Facebook Zuckerberg holt die Russen ins Silicon Valley

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Ein rascher Börsengang würde Facebook zudem mehr schaden als nutzen. Denn dann müsste Facebook viele Details über sein Geschäft und seine Strategie offenbaren, die Wettbewerber nutzen könnten. Das fürchteten auch die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, die zu ihrem Börsengang im August 2004 von ihren Investoren nahezu genötigt wurden.

Ein erfolgreicher Börsengang nährt zudem die Konkurrenz, weil Wagnisfinanzierer dann stärker in potentielle Wettbewerber investieren. Momentan erlaubt der nahezu zusammengebrochene Markt für Wagniskapital – im ersten Quartal 2009 wurde in den USA so wenig wie seit 1997 nicht mehr investiert – dass Facebook sich weniger vor neuer Konkurrenz und damit einem zersplitterten Markt fürchten muss.

Microsoft ausbezahlen

Vielleicht aber braucht Zuckerberg das Geld auch für ganz andere Zwecke. Beispielsweise um Microsoft auszuzahlen. Im Silicon Valley wird noch immer erwartet, dass Microsoft entgegen aller Dementis Yahoo übernimmt. Yahoo konkurriert mit Facebook um Anzeigenkunden. So clever und vorsichtig wie Zuckerberg agiert, kann es durchaus sein, dass er seinen Finanzpartnern Ausstiegsklauseln in die Verträge diktiert hat. Beispielsweise, wenn diese sich mit einem Konkurrenten verbünden oder ihn übernehmen. Nur eine von vielen Spekulationen, die es auch künftig über Facebook geben wird.

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