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Familienunternehmen Krisensicherer mit der Familie

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Auf traditionelle Finanzstrategie setzen

Ein Mitarbeiter der Robert Quelle: dapd

Familienunternehmen unterscheiden sich besonders in Finanzierungsfragen von Unternehmen ohne Familienführung. Familienunternehmen haben, so der IfM-Studie Bericht, in der Vergangenheit ein besonderes Autonomiestreben gezeigt und „auch in der Gegenwart eine stärkere Präferenz zur Eigenmittelfinanzierung“ als die Nicht-Familienunternehmen.

Dabei verfügte fast jedes vierte der größten Familienunternehmen 2009 über eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von 50 Prozent oder mehr. Das IfM spricht hierbei von exzellenten Werten. Zum Vergleich: Bezogen auf alle Unternehmen in Deutschland mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro gibt die Bundesbank für 2009 eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von 29,3 Prozent an. Der vergleichbare Wert bei den Familienunternehmen liegt hier bei 33,5 Prozent.

Einen Grund dafür nennt die Stiftung Familienunternehmen: „Eine der stärksten Ausprägungen der Langfristorientierung in Familienunternehmen wird im Wunsch gesehen, das Familienunternehmen als solches zu erhalten und an die folgenden Generationen weiterzugeben.“ Um dies sicherzustellen greift ein Familienunternehmen noch eher auf vorhandene Ressourcen zurück, so ein Bericht der Stiftung.

Eine weitere Auffälligkeit in Sachen Finanzierung findet sich bei den Bankkrediten. Familienunternehmen greifen häufiger auf sie zurück, weshalb sie gegenüber Kreditinstituten meist hohe Verbindlichkeiten haben. Wie der Bericht des IfM zeigt, vertrauen familiengeführte Unternehmen auf traditionelle Fremdkapitalaufnahmen.

Während Nicht-Familienunternehmen immer häufiger das zunehmende Angebot von Finanzprodukten am Kapitalmarkt nutzen, haben diese Angebote bei Familienunternehmen nicht so viel Erfolg. Familienunternehmen bevorzugen die traditionelle Finanzierungsart des Bankdarlehens, weil sie beispielsweise neue Gesellschafter eher ungern sehen.

Bankdarlehen statt neuer Gesellschafter

Mit diesen traditionellen Finanzkonzepten zeigen sich Familienunternehmen oft krisensicherer als die Konkurrenz. Zwar mussten auch familiengeführte Unternehmen Einbußen durch die Schuldenkrise hinnehmen, und reduzierten teilweise ihre Belegschaft oder verzeichneten geringeren Umsatz, im Großen und Ganzen aber, so die IfM-Studie, haben Familienunternehmen einen sicheren Stand gehabt in der Krise - zumindest oft fester als die Konkurrenz ohne Familienanbindung.   Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn hat die Studie „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“ im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie durchgeführt. Die Datenbank der größten Familienunternehmen diente dabei als Grundlage und wurde im Zuge der Studie aktualisiert. Für die Studie wurden rund 4 400 Familienunternehmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz als die größten deutschen Familienunternehmen herangezogen.

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