WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Fast Food Starsub statt Subway

Unter dem Namen Starsub macht eine Thüringerin der Sandwich-Kette Subway Konkurrenz. Auch andere ehemalige Lizenznehmer haben sich von Subway getrennt.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Starsub Quelle: Oliver Voß

Die Zeiten, als Subway Maritta Vogler nachts in Alpträumen heimsuchte, sind inzwischen vorbei. Der Traum vom Geschäft mit den belegten Broten der amerikanischen Sandwich-Kette war es schon vorher. 2007 hat Vogler mit dem Kapitel Subway abgeschlossen - nun macht sie dem Unternehmen Konkurrenz.

Starsub heißt ihre Brotbelegstation. Was vor drei Jahren das eigene Geschäft retten sollte, ist nun für sie und mehrere ehemalige Subway-Lizenznehmer zur Alternative geworden. Sieben Starsub-Standorte gibt es inzwischen bundesweit. Vogler bekommt regelmäßig neue Anfragen frustrierter Subway-Franchisenehmern, die ums Überleben kämpfen.

"Wenn wir die Verträge unterschrieben hätten, säßen wir unter der Brücke"

Alles begann 2003. „Da war die Welt noch in Ordnung“, sagt Vogler. Ihr Mann Detlef hatte eine Baufirma, Maritta war als „Mädchen für alles“ für die Buchhaltung und viele kaufmännische Dinge zuständig.

Die Voglers suchten ein zweites Standbein und stießen auf einer Franchise-Messe auf Subway. Das Konzept überzeugte sie, Detlef Vogler erwarb eine Lizenz und eröffnete einen Subway in Erfurt. Anfangs lief das Geschäft auch gut, so dass Vogler expandieren wollte.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Er erwarb eine weitere Lizenz, um einen zweiten Laden zu eröffnen. Doch da begannen die Schwierigkeiten. In einem Gewerbegebiet im Süden Gothas hatten sich das Ehepaar ein Grundstück gekauft und ein Gebäude für den Imbiss gebaut. Doch bei der Vertragsgestaltung wurde es haarig.     

    „Subway wollte sich die Möglichkeit einräumen lassen, unseren Laden jederzeit zu übernehmen“, schimpft Maritta Vogler. Obwohl Grundstück und Gebäude den Voglers gehörten, habe die Sandwich-Kette auf einer Vereinbarung bestanden, die ihr ermöglicht hätte, bei Verstößen gegen den Franchisevertrag einen anderen Mieter in das Restaurant zu holen. Selbst die Höhe der Miete für diesen Fall sollte bereits vorab festgelegt werden. „Wenn wir damals die Verträge unterschrieben hätten, säßen wir jetzt wohl unter der Brücke“, sagt Vogler verbittert. Subway wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Mietvertrag äußern.

    Doch klein beigeben kam für die Voglers nicht infrage. Also beschlossen die resoluten Thüringer kurzerhand, den Laden unter anderem Namen zu eröffnen: Starsub war geboren.

    Viele Alternativen habe sie nicht gehabt, sagt Maritta Vogler. Das Gebäude stand und war auf ein Fast-Food-Restaurant zugeschnitten. Doch auf der anderen Straßenseite in Sichtweite gab es bereits McDonald´s und Bratwurst wird in Thüringen an jeder Ecke verkauft.

    Also bietet Starsub auch belegte Sandwiches an. Der Gast wählt eine Brotsorte, lässt sie mit Thunfischcreme, Hähnchenbrust oder Kochschinken belegen. Dazu kommen Käse und Salat, Gurken, Peperoni, Paprika oder anderes Grünzeug nach Wunsch.

    Inhalt
    • Starsub statt Subway
    Artikel auf einer Seite lesen
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%