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Fernsehen Kaum Hoffnung auf Gewinne bei Bezahlsender Premiere

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Keine Exklusivität für Premiere-Fußballrechte

Mikrofone des Pay-TV-Senders Quelle: dpa

Hinzu kommt, dass im Januar die Gebühr für die öffentlich-rechtlichen TV- und Radioprogramme, über die schon Williams Vorvorgänger Georg Kofler schimpfte („Zwangsabgabe“), auf 17,98 Euro im Monat stieg. Rechnet man noch die Kabelgebühr, die viele bezahlen, hinzu, kommt man auf gut 35 Euro, die jeden Monat weg und eben nicht auf dem Konto von Premiere sind. Allein für dessen Basispaket wären noch mal 19,99 Euro fällig, das Komplett-Angebot schlägt mit 53,99 Euro zu Buche.

Premiere hofft daher vor allem auf das zweite „F“ – Fußball. Aber auch mit dem Kauf der Bundesliga-Übertragungsrechte, für die Premiere pro Saison 225 Millionen Euro berappen muss, verfügt der Bezahlkanal nicht über eine Exklusivität wie etwa BSkyB in England oder Sky in Italien. Dort müssen Fans teilweise bis zum nächsten Tag warten, ehe sie ihre Kicker im freien TV sehen können. In Deutschland dagegen griff das Kartellamt 2008 in den Rechtepoker zugunsten der ARD ein und sorgte dafür, dass die „Sportschau“ wohl bis in alle Ewigkeit samstags um 18.30 Uhr senden darf. Zwar zeigt Premiere von der kommenden Saison an ein „Spiel der Woche“, das extra für den Sender um 18.30 Uhr am Samstag angepfiffen wird – damit bekommt die Sportschau direkte Konkurrenz. Doch „die Sportschau ist eine extreme Gewohnheit“, sagt Analyst Hasler, daran werde auch das späte Samstagsspiel nichts ändern.

Internet-TV setzt Premiere unter Druck

Premiere dagegen macht nicht nur die ARD zu schaffen, sondern auch die Deutsche Telekom mit ihrem Internet-TV sowie Fußballclubs selbst, die ihren Fans direkt nach Abpfiff den Kick ihres Teams gegen eine geringe Gebühr von unter fünf Euro im Monat im Internet zeigen.

Premiere ist bei Weitem nicht Murdochs einzige Baustelle: Im vergangenen Quartal 2008 machte seine News Corp. einen Verlust von 6,4 Milliarden Dollar. Im Sommer wird zudem seine rechte Hand Peter Chernin nach 20 Jahren den Konzern verlassen. Nachfolger wird wohl Murdochs Sohn James, 36. Kleiner Trost für Premiere: Der Junior kennt sich im Pay-TV-Geschäft bestens aus, er war mal Chef von BSkyB.

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