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Festival Wiener Festwochen geben sich alternativ

Die Wiener Festwochen widmen sich in diesem Jahr im Bereich des Musiktheaters erstmals ausschließlich der zeitgenössischen Oper.

Beflaggt und festlich Quelle: AP

Insgesamt bietet das fünfwöchige Festival die Rekordzahl von 44 Produktionen aus 24 Ländern, darunter vier Uraufführungen, gab Festwochenintendant Luc Bondy heute in Wien bekannt.

Die Festwochen werden am 9. Mai mit dem Finale des großen Instrumentalwettbewerbs „Eurovision Young Musicians“ vor dem Wiener Rathaus eröffnet. Das Konzert wird unter anderem von der ARD übertragen. Im Bereich der Oper habe man einen bewussten Kontrast zum traditionellen Musikimage Wiens bieten wollen, betonte Bondy bei der Vorstellung des umfangreichen Festival-Programms.

Karlheinz Stockhausens „Michaels Reise“ aus dem gigantischen Opernzyklus „Licht“ wird in einer Koproduktion mit musikFabrik Köln vorgestellt. Hans-Werner Henzes „Phaedra“, eine Koproduktion mit der Berliner Staatsoper unter den Linden und der Alten Oper Frankfurt, und Wolfgang Rihms frühe Kammeroper „Jakob Lenz“ in der Neuinszenierung von Frank Casdorf, werden durch die lyrische Erzählung „Into the Little Hill“ des britischen Komponisten George Benjamin ergänzt.

„Die Erwartungen in Wien an die Oper sind immer etwas anders. Die meisten wollen Belcanto, wo das Herz schmilzt.“ Diesem eingefahrenen Trend wolle man jetzt etwas entgegensetzen. Auch durch besonders günstige Preise, mit denen man vor allem junge Leute gewinnen will.

Auch sonst werden in der Zeit vom 9. Mai bis zum 15. Juni viele zeitgenössische Bühnenwerke in der Donaustadt zu sehen sein, darunter mehrere Erstaufführungen für den deutschsprachigen Raum. Geplant sind 17 Gastspiele.

Dem Sprachenreichtum dieser Produktionen tragen - sagte Schauspieldirektorin Stephanie Carp - zahlreiche „intelligente Installationen“ und „visuell und akustisch ansprechende Inszenierungen“ Rechnung, die das Verständnis erleichtern sollen. Zu den Uraufführungen gehört auch das Schauspiel „Es geht uns gut“ des österreichischen Autors Andreas Jungwirth. In Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen bringt Regisseur Luk Perceval Shakespeares „Troilus und Cressida“ in Wien auf die Bühne. Luc Bondy selbst wird in diesem Jahr Jean Genets „Die Zofen“ inszenieren.

Die zahlreichen Konzerte während der Wiener Festwochen bringen große internationale Orchester, darunter das Gewandhausorchester Leipzig mit Riccardo Chailly und die Sächsische Staatskapelle Dresden an die Donau. Daneben konzertieren natürlich die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker unter Dirigenten wie Ricardo Muti, Daniel Barenboim, Lorin Maazel oder Franz Welser-Möst.

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